Viele Deutsche hier in den USA wundern sich ständig, dass sie amerikanische Freunde verlieren und auch ständig ins Fettnäpfchen treten.Ich hatte erzählt, wie ich auf der Arbeit mehrfach schon ermahnt wurde, weil ich Dinge gesagt hatte, die man in den USA niemals sagen darf.Die Videos dazu findet ihr in meiner Beschreibung.Ich habe auch sehr viele amerikanische Freunde verloren, wo ich erst so dachte, ja, dass wir uns eigentlich sehr gut verstehen und wir so eine gute Basis haben, um eine Freundschaft zu vertiefen.Aber dann sind sehr seltsame Dinge passiert, die aus der Deutschen sich sage ich mal am Anfang überhaupt nicht, also ich überhaupt nicht verstanden habe.Aber ich weiß mittlerweile, dass das Verständnis von Freundschaft und gesellschaftlichem Beisammensein in den USA also ganz anders ist als zum Beispiel in Deutschland.
Und wieder ist was passiert.Aber erstmal mein Intro aus meinem schönen Zuhause, San Diego, California.Wir waren mit Kollegen beim Mittagessen und so wie oft auch war unsere Content Managerin, ich nenne sie mal Caro, mit dabei und ich.Sie kommt ursprünglich aus Europa, also eine Europäerin eigentlich.Und diesmal brachte jemand eine Bekannte aus einer ganz anderen Firma mit.Also sie ist ganz neu in der Runde, ebenfalls Content Managerin.
Ich nenne sie mal Mary.Ich habe Mary an diesem Tag zum ersten Mal gesehen und und ich wollte das Eis brechen, weißt du, so in die Gruppe einbinden.Sie ist ja ganz neu und wir sind ja schon ein bisschen etabliert.Und Caro saß direkt neben mir, auch ne, also unsere Content Managerin von unserer Firma.Also sagte ich dann so zu Mary, du bist auch Content Managerin, so ja, was für ein Zufall, ja genau wie auch Caro.Und Mary, also die Neue jetzt in dieser Runde, die die antwortete dann, ich habe Journalismus und Management studiert und arbeite seitdem in dem Bereich, ja, also das ist genau mein Ding, hat sie dann auch gesagt.
Und ich sagte dann darauf.Cool.Also Caro hat beides nicht studiert.Sie wollte eigentlich was ganz anderes im Leben, aber wir haben sie zum Content Managerin versklavt.Ja, sie ist unsere Content Sklavin, habe ich dann so gesagt, so als Witz, weißt du?Und Caro saß dann so, nehm mir die, die hat auch gegrinst, genickt, ja, weil es teilweise auch stimmte, weil also Caro ist halt zufällig in die Rolle reingerutscht, macht ihre Arbeit sehr gut bei uns in der Firma und aber eigentlich wollte sie das nicht.
Also wir sind von ihr sehr abhängig, weil weil sie weil irgendwie kaum jemand anderer diese Aufgaben übernehmen kann.Kennt ihr das?Es passiert immer wieder.Wisst ihr, so ein Unternehmen rutscht da rein und macht das einfach.Aber eigentlich, na ja, auf jeden Fall.Ich wollte mit meinem Kommentar so ein bisschen so die Situation auflockern und also so Mary auch so in den Einstieg in die Runde erleichtern, ja.
Aber aber Mary, ja, die war jetzt übelst beleidigt, denn Mary ist Amerikanerin und ich habe etwas gesagt, was hier in den USA als absolutes Tabu gilt.Ja, meine Freunde, ich habe mal wieder in Amerika, wie so oft, bin ich ins Fettnäpfchen getreten.Also was denkt ihr, was passiert ist direkt nach dem Dankeschön an meinen heutigen Sponsor?Viele fragen mich immer, wie ich meinen Alltag so mit dem YouTube-Kanal, meinem Job und dem Sport so alles unter einen Hut bekomme.Ein entscheidender Teil meiner täglichen Morgenroutine ist AG1, mein heutiger Sponsor.Mir geht es dabei vor allem um mentale Klarheit und Performance natürlich, damit ich bei all meinen Projekten auch voll dabei bin.
Wenn es eine Sache gibt, was ich meinem jüngeren Ich heute sagen würde: Regelmäßigkeit.Also AG1 einmal trinken ist nett, ja, aber ich trinke es eben regelmäßig und das über Jahre hinweg.Was mich am Anfang vor allem interessiert hat, war der Geschmack.Also Supplements schmecken meistens nicht so gut oder schmecken erst gut, ja, am Anfang, aber aberbei ständiger Einnahme später nicht mehr so gut.Aber Age One ist bislang das leckerste Supplement, das ich kenne und selbstverständlich ohne zugesetzten Rohzucker.
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Okay, weiter im Thema.Mary wollte danach nicht mehr mit mir oder auch mit Caro oder mit irgend jemand aus unserer Firma sprechen und kam auch also wieder also nie wieder zu unserem Mittagstisch.Ich habe später erfahren, was wohl passiert ist.Mary ist lesbisch, hat man mir gesagt.Und ich habe mir dabei gedacht, ja und sie kann sein, was auch immer, also Heilung, Care, Mensch ist Mensch, ja.Und ihre Frau ist Schwarz und da habe ich mir auch gedacht, ja und zwei Menschen, die sich leben, warum ist diese Info so relevant?
Ja, aber Bill hieß es dann.Du hast das Wort Sklave benutzt und ich so, hä?Ja und da hieß das so, ja ihre Frau ist ja Schwarz, ja da kannst du nicht das Wort Sklave benutzen.Und ich darauf so, weil ich Content Sklave gesagt habe.Und da war ich ja wieder in so einer Situation, in der ich in den USA so ein so ein kulturell ein kulturellsensibles Wort benutzt habe, obwohl ich das überhaupt nicht so gemeint habe.
Meine Absicht war es, das Eis zu brechen, um eine neue Person in eine bereits etablierte Runde einzubringen, damit sie sich wohlfühlt.Also hier sind so viele Punkte.Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.Also was mich insgesamt extrem überrascht hat, ist, dass ihre sexuelle Orientierung für Amerikaner anscheinend so eine große Rolle spielt.Also so habe ich das in Deutschland gelernt und ich lebe auch nach diesem Prinzip.Die sexuelle Ausrichtung eines Menschen ist seine oder ihre private Angelegenheit.
Ich habe Menschen nach ihrer Menschlichkeit zu beurteilen.Ich hatte in Deutschland einen schwulen Freund und ich wusste lange nicht, dass er schwul war.Ich denke, weil es mich einfach nicht interessiert hat.Wir haben damals zusammen Musik gemacht und irgendwann hat er so mit großer Angst, habe ich dann so gemerkt, hat er es dann gesagt.Und das Interessante daran war, dass er offenbar dachte, dass unsere Freundschaft so daran zerbrechen könnte.Und ich musste den halt so beruhigen und sagen, dass es für mich überhaupt keine Rolle spielt.
Ich habe also das gesehen, wie besorgt er war.Also solange er jetzt keine romantischen Erwartungen an mich hat, ja, also da liegt nur dann bei mir die Grenze.Aber alles andere, so who cares, ja.Und alle anderen meine Freunde in Deutschland, die waren dann, die sagen es genauso.Wir haben fast das Jahr 2030.Das muss man sich mal vorstellen.
Und warum spielt die Sexualität eines Menschen in den USA immer noch so eine große Rolle?Und das habe ich also nicht verstanden, obwohl man ja denken sollte, in den USA sind wir mit Dingen viel weiter.Aber je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr merke ich, es ist nur aufgesetzt, aber nicht verinnerlicht.Das fängt in den USA ja schon bei anderen Themen an.Eine Bekannte sagte, sie.konnte in der Stadt, aus der sie kommt, keinen engen Pullover oder kurzen Hosen, also kurze Hosen tragen.
Das galt als extrem unanständig.Also es gibt in den USA viele Orte, in denen das amerikanisch-christliche und deren Verständnis von anständig, was auch immer das konkret bedeutet, eine sehr große Rolle spielt und das gesellschaftliche Leben stark beeinflusst.Viele hier in San Diego sind teilweise aus solchen superkonservativen Orten aus den USA geflohen und erzählen oft solche Geschichten.Ich werde euch noch mehr von diesen Geschichten in meinen Videos erzählen.Also abonniert gerne, falls noch nicht.Jedenfalls das Wort Sklave.
Im US-Kontext ist das das Wort historisch extrem belastet.Selbst wenn ich es in einem ganz anderen Kontext und als Scherz meine, ja, wie in also Content-Sklave, wurde es nun als geschmacklos und unsensibel wahrgenommen.Erinnert ihr euch in einem meiner Videos?Da habe ich gesagt, ich brauche meine europäischen Freunde hier in den USA.Im Interview mit Aramis hat er auch erzählt, dass er diesen multikulturellen Austausch braucht und deshalb viele internationale Freunde hat in Los Angeles, weil Amerikaner meiner Meinung nach manchmal anstrengend sein können und manchmal möchte man einfach in einer Runde sein und locker sein, ohne dass jetzt sofort ein geschichtlicher US-Kontext da irgendwie hinein interpretiert wird, mit dem man erstens nichts zu tun hat und man zweitens das absolut so nicht gemeint hat.Aber hier ist auch etwas sehr Wichtiges.
Diese Frau, die ihr so beleidigt war, Mary, also ich habe sie Mary genannt, sie heißt natürlich nicht so, ist es ist jetzt auch nicht ihre Schuld.Also in einem Land wie den USA, in dem eine bestimmte sexuelle Orientierung gesellschaftlich meist nicht akzeptiert ist, also oberflächlich tun sie alle so, aber ist es nicht, sage ich euch.Und dazu noch mit einer schwarzen Partnerin verheiratet. einer schwarzen Partnerin verheiratet.ist, da kann man sich also vorstellen, welchem Druck dieses Paar in den USA ausgesetzt ist.Und bei so viel negativem gesellschaftlichem Feedback entsteht also so eine Art erhöhte Sensibilität.Dadurch werden manche Aussagen also schneller als Angriff oder Beleidigung dann wahrgenommen.
Und das bedeutet, die teilweise sehr konservative Gesellschaft in den USA hat solche Menschen so stark geprägt, dass sie bis heute nicht einfach so ein normales, entspanntes Leben führen können.Und genau das ist ja auch Teil der Realität in den USA.Also dieses Paar beziehungsweise diese Frau, sie ist letztlich auch nur ein Produkt dieser gesellschaftlichen Umstände in Amerika.Dieses Erlebnis also hat mich sehr zum Nachdenken gebracht.Ich bin ja auch von einem deutschen oder gar europäischem Verständnis ausgegangen, was also unsere zwischenmenschliche Kommunikation dann angegangen ist.Wenn du auf den Witz eingehen wollen würdest, jetzt sage ich mir, hätte da vielleicht die Mary antworten können wie: Ja, hör mal, Caro, wenn du befreit werden möchtest, ich organisiere gerade eine Content Manager Revolution.
"99% accuracy and it switches languages, even though you choose one before you transcribe. Upload → Transcribe → Download and repeat!"
— Ruben, Netherlands
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Get started freeTrete unserer Bewegung bei oder sowas, ja?Und dabei hätten dann irgendwie alle gelacht.Ein anderer hätte dann gesagt: Die echte Gefahr geht von Content Managern aus, die die Welt regieren wollen.Und Mary hätte gesagt: Ja, wir beherrschen schon alles.Dir wüsstest nur nicht.Long live the content hätte jemand reingeschrien.
Also so kenne ich das normalerweise auch mit Freunden.Was so witzig und locker.Man macht einfach.Mary hat aber stattdessen meine Aussage so gemäß ihrem sozialen Verständnis eingeordnet.Gewalt und Abwertung.Und das erlebe ich in den USA schon, seit ich hier lebe.
Aber Cultural Clash habe ich oft auch in Deutschland gesehen und erlebt.Der Deutsche sagt was, der Türke sagt was und beide sind so super beleidigt, obwohl keiner das gemeint hat, was der andere gesagt hat.Beide gehen so nach Hause und denken sich: Ja, mit dem will ich nichts mehr zu tun.haben.Vor allem, wenn Menschen dann zu einer Minderheit gehören, ist man auch viel stärker wachsam gegenüber einzelnen Wörtern, auch wenn sie nie so gemeint waren.Vielleicht aber liegt es auch daran, dass ich aus Köln komme.
Also wir haben, auch wenn wir uns so in so einer Gruppe noch gar nicht kennen, ja, einfach mal so zynische Witze gemacht.Also zwei Minuten später war das Eis gebrochen und wir haben uns super verstanden.Jedenfalls war das damals so, als ich noch vor zehn Jahren in Köln gelebt hatte.So Zynismus und Humor waren für uns typische Eisbrecher.Und keiner hat das dem anderen übel genommen oder das Wort auf die Goldwaage jetzt gelegt oder war nachtragend.Hatte ich mal in einem meiner Videos Folgendes erwähnt, also so ein Beispiel.
Egal, ich erzähle es nochmal.Ein Freund von mir, seine Mutter ist Deutsche und Vater ist türkischer Herkunft.Geboren und aufgewachsen ist er in Köln, aber vom Aussehen her kann man ihn in die türkische Herkunft einsortieren, wenn man den Bedarf hat, einen anderen Menschen irgendwohin einsortieren zu müssen, sage ich mal so.Auf Partys wird er immer gefragt, wo er herkommt.Aber die Frage wird nicht anderen Deutschen gestellt, ja, also denen, die jetzt vom Aussehen keine andere Herkunft außer Deutschland vermuten lassen.Er hat mir erzählt, in jeder Party ausnahmslos, wirklich ausnahmslos, wird ihm diese Frage mindestens einmal gestellt, wo kommst du her?
Er ist kein Einzelfall.Jeden Deutschen mit türkischen Wurzeln, den ich in Deutschland zu diesem Thema befragt habe, hat das bestätigt.Wenn man dann sagt, dass man irgendwie eine Verbindung zur Türkei hat, kommt dann auch oft das Kompliment: Du sprichst aber gut Deutsch.Wenn hier Deutsche Zuschauer mit einem anderen ethnischen Hintergrund, ja, wo das Aussehen mehr pigmentiert ist, sage ich mal, also schreibt mir bitte in die Kommentare, was er dafür Erfahrungen in Deutschland macht.Traut euch mal.fragt man euch auch, wo kommst du her?
Und andere Erfahrungen, wie fühlt ihr euch dabei?Wie reagiert ihr?Stell dir vor, du bist Deutscher, bist in Deutschland geboren, und ständig wirst du von anderen Deutschen gefragt, wo kommst du her?Und dann wirst du gelobt, so, ey, du sprichst aber gut Deutsch, beachtenswert.So nach 100 Partys passiert da was Psychologisches in dir, ja?Entweder glaubst du selbst daran, dass du kein Deutscher bist, oder du entwickelst so psychologische Schutzmechanismen und und wenn die Frage kommt, fühlst du dich sofort angegriffen.
Also psychologisch gesehen ist das ja völlig logisch.Mein Lehrer hat mir mal gesagt, wenn du einem Kind ständig sagst, dass er nichts kann und ein Versager ist, ja, glaubt es irgendwann daran.Das Thema hatte ich also schon mal erwähnt, der Fragenende, ja, der also fragt, wo kommst du her?Argument jetzt hier oft mit, ich bin einfach nur neugierig.Das hat ja mit nichts mit Profilierung zu tun.Das Gegenüber empfindet das als Beleidigung.
In den USA wird diese Frage oft auch unter die Kategorie Micro, also Mikrorassismus, dann eingeordnet.Wer hat recht?Was passiert hier wirklich?Es gibt so eine gewisse Lehre, die besagt, dass gute Absicht allein nicht ausreicht.Entscheidend ist wohl die Fähigkeit, Kontext, Geschichte und Perspektiven anderer anzuerkennen.Du hast eine bestimmte Intention, aber die Wirkung ist dann was ganz anderes.
Aber die Perspektive einer neuen bzw. Fremden Person, die kennt man hier am Anfang noch gar nicht.Was macht man da also?Ist es dann vielleicht einfach egal?Und hier kommt ja was ganz Interessantes.Und ihr seht, ich beschäftige mich ständig mit diesen Dingen durch diese Auswanderung hier.In einer Gesellschaft mit Vielfalt und Multikulturalität haben Menschen sehr unterschiedliche Auffassungen.
Was jetzt in den USA passiert?ist also Folgendes: Da wir hier ja alle multikulturell sind, mehr als sonst irgendwo auf der Welt, sind Menschen extrem vorsichtig untereinander geworden.Ich bin ein Kinderachtziger und Neunziger aus Köln und Deutschland war eine relativ homogene Gruppe von Menschen damals.Wir waren kollektiv irgendwie alle Seelenverwandte und wenn ich da mit einer Gruppe unterwegs war, alle aus der gleichen Ecke irgendwie, gab es keine Missverständnisse.Aber die Welt hat sich verändert.Können wir noch so frei sprechen oder müssen wir mehr darauf aufpassen, was wir sagen, aus Rücksicht zu anderen?
Oder ganz andersherum: Müssen wir alle etwas weniger sensibel sein und weiterhin die direkte und offene Kommunikation fördern?Und wer übersensibilisiert ist, ja, soll sich mal nicht so anstellen.Ich bin da selbst noch zu keinem Ergebnis gekommen, aber ich tendiere dazu zu sagen: Vielleicht finden wir einen Mittelweg.Was sagt ihr dazu?Ich freue mich auf eure Kommentare.Das war mal ein hartes und tiefes Thema, mein Gott.
Bin ein bisschen froh, dass das vorbei ist.Bis bald.
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