Flughafen Leipzig: Sprengstoff-Drohne von Spezialisten entschärft | BR24
Der Flughafen Leipzig-Halle um kurz vor Mitternacht.Ein unbekanntes Flugobjekt wurde gesichtet.Die Polizei sperrt das Flughafengelände ab.
Aufgrund der Sichtung muss man reagieren, weil das ein sicherheitsrelevanter Vorfall ist.Und relativ zeitgleich hat man auch ein Objekt auf der Südpiste gefunden, was man am Anfang nicht identifizieren konnte.Und deswegen hat die Bundespolizei da auch sehr gut und klar reagiert.
Beim Einsatz stellt sich raus, es handelt sich um eine Drohne mit Sprengsatz direkt neben einem ukrainischen Frachtflugzeug.Ein Sprengstoffroboter untersucht die Drohne.Dabei wird auch ein Sprengstoffzünder entfernt.Das Bundesinnenministerium bestätigt außerdem, ein weiteres Frachtflugzeug sei über dem Flughafen mit einem zweiten, bislang noch unbekannten Objekt zusammengestoßen.
Es ging um ein Flugzeug, was in Leipzig hätte landen sollen, dann durchstarten musste, weil es halt dort nicht landen konnte und ist dann dabei anscheinend mit etwas kollidiert und konnte dann in Hannover landen.
Inzwischen läuft der Betrieb am Flughafen wieder über die Nordpiste.Reisende seien laut Polizei durch den Vorfall nicht eingeschränkt.Wer dahinter steckt, ist bislang noch unklar.Bundesinnenminister Alexander Dobrindt kündigte an, seinen Urlaub abzubrechen und heute Abend zu einer Lagebesprechung mit dem sächsischen Innenminister und den Sicherheitsbehörden nach Leipzig zu reisen.Der Flughafen Leipzig-Halle ist ein wichtiges Drehkreuz für Frachttransporte.Von dort werden unter anderem auch Rüstungsgüter in die Ukraine geliefert.
Live aus Leipzig berichtet uns jetzt meine Kollegin Marie-Kristin Landes.Marie, gibt es denn schon Hinweise auf die Herkunft dieser Sprengstoffdrohne?
Nein, das ist immer noch unklar, wer und vor allem mit welchem Motiv hinter diesen Vorkommnissen steckt.Allerdings haben Recherchen von WDR, NDR und der Süddeutschen Zeitung ergeben, die sich darauf behördlichen Dokumente beziehen, dass bei ersten Tests wohl die beiden Sprengstoffe PETN und Semtex nachgewiesen wurden, wären nachgewiesen wurden, wärenSemtex ist ein Plastiksprengstoff, der unter anderem auch im militärischen Bereich genutzt wird.
Ja, und die Kollision der DHL- Frachtmaschine mit einem anderen Flugobjekt war das auch eine Drohne und gibt es da möglicherweise einen Zusammenhang?
Ja, beide Fragen stehen im Raum, aber auch da dauern die Ermittlungen an.Bislang wird bei diesem Vorfall immer noch von einem unbekannten Flugobjekt gesprochen.
Ja, was tut sich denn momentan überhaupt am Flughafen?Ist die Polizei noch aktiv?Und was passiert heute bei dieser Lagebesprechung mit dem Bundesinnenminister?
Ja, einerseits ist der Flugbetrieb wieder aufgenommen worden.Es sind ja noch Ferien in Sachsen, auch in Sachsen-Anhalt.Die Flugzeuge sind heute den Tag über ganz normal gestartet.Über die Nordpiste, die Südpiste, die ist weiterhin gesperrt.Dort dauern die Ermittlungen an und ja, auch der Innenminister wird heute erwartet, auch Sachsens Innenminister Schuster.Um 19:30 Uhr soll es eine Pressekonferenz geben und dann werden wir möglicherweise neue Informationen erhalten.
Ja, Marie, zum Schluss noch.Vor zwei Jahren gab es ja schon mal einen Brandsatz, der zum Glück vor dem Abflug in Flammen aufging.Ist der Flughafen Leipzig vielleicht ein besonderes Ziel für solche Attacken?
Na ja, der Flughafen Leipzig-Halle ist der zweitgrößte Frachtflughafen Deutschlands.Er ist Teil der kritischen Infrastruktur.Er ist auch seit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine die neue Basis der ukrainischen Airline Antonov Airline, die mehrere dieser riesigen Frachtflugzeuge dort jetzt stationiert hat.Und sie ist natürlich auch Teil einer NATO-Strategie des Salus-Projekts, das von dort regelmäßig gemeinsame Flüge koordiniert, Frachtplüge mit militärischen Gütern.
Also schon ein sensibler Ort.Dankeschön, Marie-Kristin Landes, live aus Leipzig. Dankeschön, MarieKristin Landes, live aus Leipzig.
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