Munz: "Wir haben hier Hochspannung in Moskau" - Putin fürchtet um Sicherheit | ntv
Und direkt weiter zu unserem Russland-Korrespondenten Rainer Munds in Moskau.Rainer, hat es einen Drohnenanschlag gegeben?Nicht weit entfernt von der deutschen Botschaft.Was weißt du dazu bislang?
Ja, gleiche Straße, auf der auch die deutsche Botschaft liegt.Was für Moskau Nummer zwei, zwei Kilometer weiter die 56. Das ist die deutsche Botschaft.Also das war wirklich nicht weit weg.Das ist ein Hochhaus, 53 Stockwerke und hat es im oberen Teil eingeschlagen.Ich habe mir die Videos angeschaut.Wirklich ein großes Glück, dass dort niemand zu Schaden gekommen ist.
Die Bewohner sitzen dann noch in den Trümmern drin und wir haben telefoniert auch mit einem anderen, den wir kennen, der in dem Haus wohnt, ein paar Stockwerke tiefer.Der ist von der Explosion aufgewacht und sagte dann, ja, danach habe die Explosion gehört und hat dann aber weiter geschlafen, also im gleichen Haus.Aber es ist natürlich auch für die deutsche Botschaft durchaus bedrohlich, was wir halt sehen, was auch hier in Russland gesagt wird.Die Ukrainer testen die Luftabwehr Russlands, vor allem eben auch hier in Moskau gerade auch mit Blick auf den 9. Mai hinter mir auf dem Roten Platz.Da wird ja die Siegesparade stattfinden und man hat hier schon Angst davor, dass es durchaus auch dazu kommen kann, dass die Ukrainer an diesem Tag auch das Stadtzentrum von Moskau angreifen.Deswegen ab morgen auch mal wieder das mobile Internet abgeschaltet in der Stadtmitte von Moskau.
Es hat die Meldung erreicht, Rainer, ein russischer Minister sei aus Russland geflohen, vermutlich in die USA.Was geht da vor sich, Rainer?Kannst du uns das erklären?
Ja, es ist der stellvertretende Umweltminister, der seinen Rücktritt eingereicht hat und dann noch bevor der wirksam wurde, ist er über Minsk und Tiflis ausgereist. ausgereist.Da schreibt sogar eine Kremltreuezeitung und eine Oppositionsmedium schreibt, er sei in die USA.Der Hintergrund ist, dass die Firma, bei der er vorher gearbeitet hat, dass dort Mitarbeiter wegen Korruption untersucht werden sollen.Er steht auch in den Akten und dann ist er eben abgehauen.Wir haben ja in den letzten zwei Jahren gesehen, dass es etliche Korruptionsverfolgungen gegeben hat im Verteidigungsministerium, in der Verwaltung, auch in den Regionen.Und da haben sich dann solche Leute zu Kriegsdienst gemeldet an die Front in die Ukraine.
Da wollte er nicht hin und ist deswegen abgehauen in Richtung USA.Aber insgesamt kann man schon sagen, also wir haben hier schon, wie soll ich sagen, Hoch-Hochspannung muss man schon sagen.Wir kriegen auch die, haben jetzt auch die Meldungen gesehen von CNN, die sich berufen auf europäische Geheimdienste, dass die Sicherheitsmaßnahmen für Putin, den russischen Präsidenten, extrem erhöht worden sein sollen.Die Menschen, die irgendwie in seinem Umfeld arbeiten, dürfen keine Telefone mehr mit Internetverbindung nutzen.Er selber soll sich nur noch in geschützten Bereichen oder zunehmend in geschützten Bereichen aufheben.Also man merkt schon, die Nervosität hier ist ziemlich groß und die Kritik, das haben wir ja in den vergangenen Wochen gesehen, an Wladimir Putin, ist auch öffentlich geworden.
Ja, brisante Einzelheiten sind das.Danke schön dafür nach Moskau, Rainer Muntz. Muntz.
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