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Prof. Thomas Jäger (Politikwissenschaftler) zum Besuch von Donald Trump in China | 15.05.2026

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Ja und wir gehen noch tiefer rein in die Analyse mit Thomas Jäger, Professor für Internationale Politik und Außenpolitik an der Uni Köln.Schön, dass Sie Zeit für uns haben.Hallo.

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Grüße Sie herzlich, Frau Mosel.

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Herr Professor Jäger, Trump ist jetzt auf dem Rückweg.Zeit für ein Fazit, soweit das eben mit den Infos, die Sie an die Öffentlichkeit geschafft haben, möglich ist.Wie fällt das Fazit bei Ihnen aus nach diesem Staatsbesuch?

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Trump geht sozusagen wie ein begossener Pudel nach Hause.Das kann man nicht anders sagen.Er hat nichts erreicht.Und zwar wirklich nichts von dem, was er sich vorgenommen hat.Er hat sich eine Warnung anhören müssen, die darauf gerichtet war, dass die Vereinigten Staaten ihre Politik gegenüber Taiwan neu ausrichten müssen und sich gefälligst an das zu halten haben, was China ihnen vorgibt.Es ist eine Besuch gewesen, der sozusagen umgarnt war von viel Show, Pomp, Komplimenten.

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Aber wenn man all das wegwischt, was eben nur dazu geneigt war, den amerikanischen Präsidenten irgendwie Bauch zu pinseln, dann bleibt nichts übrig, was er letztlich mit nach Hause nimmt.Man sieht das.Eines der wenigen Ergebnisse: 200 Flugzeuge sind verkauft worden und die Boeing-Aktie gibt vier Prozent nach.Warum?Weil das eben auch kein Erfolg ist.Und China kauft das, was es kaufen will an Agrarprodukten, auch kein großes Verkaufstalent gewesen.

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Und Nvidia wäre gern mit einem Auftrag rausgegangen.Trump erlaubt ihnen Chips zu verkaufen, die sie vorher nicht verkaufen durften.Nur China bestellt nicht.China produziert sie selbst und versucht auch hier autonom zu werden.Also auf der ganzen Linie sind die Vereinigten Staaten mit dem, was sie vorhatten, nicht durchgekommen.Aber Xi hat seine Botschaft ganz klar platziert, nämlich wir sind jetzt diejenigen, die den Ton angeben.

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Vor allen Dingen mit Blick auf die Taiwan-Frage, da ist ja Xi wirklich deutlich geworden.Das ist auch so ein bisschen rausgefallen mit Blick auf die Tonalität.Ansonsten, die er sehr wohl wollen. wohl wollen.war, glauben Sie, dass Donald Trump da tatsächlich geneigt sein könnte, zu sagen, er lässt Taiwan fallen, er zieht doch ab von dem Waffendeil?

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Na, er hat zumindest schon vor dem Besuch die sogenannten sechs Versicherungen, die seit 1982 galten, eingerissen.Da ging es nämlich darum, dass eben Taiwan gegenüber versichert wurde, dass die Waffenlieferungen kontinuierlich aufrechterhalten bleiben und wichtiger Punkt, dass mit China darüber nicht verhandelt wird, dass China keine Mitsprache hat in diesem Punkt.Aber genau das hat Trump Xi vorher schon zugestanden.Deswegen ist man in Taiwan zu Recht völlig alarmiert, weil man nicht weiß, was da letztlich noch hinten nachkommt.Dass Trump mehrere Signale gegeben hat, etwa indem er die Kilometer Entfernung der Vereinigten Staaten zu Taiwan mit denen von China zu Taiwan verglich, dass Taiwan für ihn keine große Priorität hat.Das war da vorher schon registriert worden in Peking.

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Und auf diesem Weg ist er weitergegangen, wo der endet und wann er endet.Das ist die offene Frage.

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Wenn wir vielleicht auch mal darauf schauen, wie stark jetzt auch Kapazitäten der USA gebunden sind durch den Krieg in Iran.Wie sind die USA jetzt überhaupt im Indo-Pazifik noch aufgestellt?

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Na, sie sind schlechter aufgestellt, weil sie sowohl aus Südkorea als auch aus Japan Verbände abgezogen haben, um sie im Mittleren Osten einzusetzen.Und das ist ja etwas, was aus Pekings Sicht eben auch eine erfreuliche Meldung war.Die Vereinigten Staaten verkämpfen sich an einer fördernden Frage und nehmen jetzt wiederum als Erfolg mit nach Hause, dass Xi zugestanden haben soll, die Straße von Hormus muss offen sein und der Iran soll keine Nuklearwaffen haben.Beides Positionen, die China vorher eingenommen hat.Also da ist nichts Substantiell Neues.Und wenn Trump Trump

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meint, dass Chine jetzt als Vermittler auftritt, dann wird er einen sehr hohen Preis dafür zahlen müssen.Das wissen wir nicht, ob da was gesprochen wurde, wenn das so käme.Dann wäre China sehr wohl geneigt, hier die Taiwan Angelegenheit mit ins Spiel zu bringen, wie sehr die USA noch Gegenmacht gegen China organisieren werden im Pazifik.Auch das wird sich zeigen, denn die Verbündeten der Vereinigten Staaten in Pazifik werden diesen Besuch mit Argusaugen beobachtet haben und ebenfalls wie Taiwan sehr, sehr vorsichtig sein jetzt.

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Das heißt aber die Hilfe mit Blick auf den Irankrieg von der Donald Trump spricht, die Chine ihm zugesagt habe, die sehen Sie so auch nicht.

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Nein, es gibt ja auch überhaupt keinen Grund für die chinesische Seite hier jetzt als Vermittler aufzutreten.Sie gewinnt momentan in dieser Lage jeden Tag hinzu.Und es geht Chine nicht nur darum, den strategischen Partner Iran zu halten, was schon gelungen ist.Es wird keinen Regimewechsel geben, sondern er wird dort mit diesem Regime weiter handeln können.Sondern Chine geht es auch darum, die arabischen Staaten weit stärker an China zu binden.Und je länger die Situation so aufrechterhalten bleibt, wird ihm auch das immer stärker gelingen.

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China ist jetzt schon der größte Investor in der Region.China ist die größte Handelsmacht in der Region und es wird demnächst auch ein Sicherheitsfaktor sein, der in der Region von großer Bedeutung ist.Und die Vereinigten Staaten werden diese Rolle, die sie bisher eingenommen haben, schwer einbüßen.

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Sagt Professor Thomas Jäger.Ganz herzlichen Dank für die Analyse.

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Sehr herzlichen Dank Ihnen, Frau Mosel.

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