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PUTINS KRIEG: Russlands Rache! Heftige Treffer in Ukraine! Hyperschall-Raketen schlagen in Kiew ein

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Im Iran-Krieg deutet sich möglicherweise ein diplomatischer Durchbruch an.US-Präsident Donald Trump spricht jedenfalls von Verhandlungen kurz vor dem Abschluss.Im Zentrum stehen offenbar ein mögliches Kriegsende, das iranische Atomprogramm und die Sicherheit wichtiger Handelsrouten.Doch trotz optimistischer Töne aus Washington bleibt die Lage angespannt, denn aus Teheran kommen weiterhin widersprüchliche Signale.Mat Den Schröder mit einem Überblick.

0:26

Im Iran-Krieg mehren sich die Zeichen für eine diplomatische Lösung.Zumindest, wenn es nach den USA und Außenminister Marco Rubio geht.Bei einem Termin in Neu-Delhi ist von Verhandlungsvorschritten die Rede.Es wurden einige Fortschritte erzielt.Während ich hier mit Ihnen spreche, wird weiter daran gearbeitet.Aber dieses Thema muss gelöst werden.

0:49

Iran darf niemals eine Atomwaffe besitzen.Die Meerengen müssen ohne Maut geöffnet werden.Nur wenig später meldet sich dann US-Präsident Donald Trump höchstpersönlich zu Wort.Auf Truth Social schreibt er, er habe aus dem Oval Office mit einer ganzen Reihe von Staats- und Regierungschefs telefoniert, aus den Golfstaaten und Regionalmächten des Nahen Ostens.Ein Abkommen ist weitestgehend ausgehandelt.Die endgültige Einigung steht aber noch aus.

1:16

Die letzten Details des Deals werden derzeit besprochen und in Kürze bekannt gegeben.Neben vielen anderen Punkten wird die Straße von Hormuz geöffnet.Neben der Lösung für die Handelsroute kämen weitere Vereinbarungen wie ein Paukenschlag.Das Atomprogramm soll Geschichte sein und Iran sei bereit, das hochangereicherte Uran abzugeben.Daraus Teheran klingt die Lage deutlich weniger eindeutig.Iranische Medien weisen Trumps Darstellung zur Straße von Hormuz umgehend zurück.

1:42

Die Ankündigung sei unvollständig und nicht mit der Realität vereinbar.Zwar wolle man Uran abgeben, aber vom Atomprogramm sei bislang nicht die Rede gewesen.Nach über zwölf Wochen Krieg lässt sich nur eines mit Klarheit sagen: Besiegelt ist alles erst mit einer Unterschrift. alles erst mit einer Unterschrift.

2:01

Ja, und wir schauen damit zu, Jan Philipp Burgert, unserem Axel Springer Global Reporter für den Nahen Osten in Tel Aviv.Jan Philipp, nun sind ja eben schon einige Details durchgesickert.Was genau sieht denn das Abkommen zwischen dem Iran und den USA angeblich vor?

2:18

Also bevor noch keine Tinte unter solch einem Abkommen ist, muss man natürlich vorsichtig sein mit Berichten und erst recht mit Bewertungen.Aber Barak Ravid, das ist ein israelischer Journalist, der für gewöhnlich sehr gut informiert ist, hat erste Details veröffentlicht, die angeblich in diesem Abkommen enthalten sind.Und die sehen Folgendes vor: Erstens eine Verlängerung der Waffenruhe um 60 Tage.Zweitens eine Öffnung der Straße von Hormuz und der Iran verpflichtet sich angeblich, die Seeminen in der Straße von Hormuz zu räumen.Im Gegenzug dafür würden die USA sich bereit erklären, die Blockade der iranischen Häfen aufzugeben.Und das würde dem Iran wiederum ermöglichen, wieder Öl zu exportieren.

2:59

Außerdem sollen eingefrorene Vermögenswerte des Iran in Milliardenhöhe wieder freigegeben werden.Und der heikelste Punkt ist natürlich das iranische Atomabkommen.Da hat der Iran angeblich mündlich bisher seine Bereitschaft erklärt, auf die Absicht zu verzichten, Atomwaffen zu bauen, auch und auch in weitere Verhandlungen einzusteigen über die Anreicherung des Uran.

3:23

Und so oder so würde Trump sich sicher wieder als Deal-Maker feiern.Doch geht er, Jan Philipp, wirklich ja als Gewinner aus dem Konflikt raus?Oder könnte ihm der Iran auch noch etwas abbringen?

3:38

Also sollte es tatsächlich zu genau diesem Abkommen kommen, wie es im Moment berichtet wird, dann sehe das aus meiner Sicht eher wie ein Triumph des Terrorregimes in Teheran aus.Denn der Iran hätte es geschafft, dass neue Militärschläge durch die USA und Israel erst einmal ab. ab.wären und zweitens das bliebe an der Macht, ein wäre abgesagt und weiter noch der Iran und die Mullahs wären international auf der internationalen Bühne und auch in der Region diplomatisch gestärkt, weiter anerkannt durch diese ja durch diese abgeschlossenen Verhandlungen und drittens würde es dem Iran gelingen, sich aus dem wirtschaftlichen Würgegriff der USA zu befreien, indem die Blockade der iranischen Häfen aufgegeben wird.Aktuell verliert der Iran ja etwa 500 Millionen Dollar pro Tag.Insofern wäre all das wirklich ein großer Verhandlungserfolg für den Iran über den sogenannten Deal-Maker Trump und alles, was der Iran dafür tun müsste, wäre im Grunde Absichten zu erklären, unter anderem eben die Absicht, keine Atomwaffen mehr bauen zu wollen.Doch das gab es in der Vergangenheit ja schon.

4:46

Denken wir an das Atomabkommen von 2015, das JCPOA.Auch damals hat der Iran schon seine Absicht erklärt, keine Atomwaffen mehr herstellen zu wollen, wollte über die Urananreichung verhandeln.Doch all das war das Papier nicht wert, auf dem es geschrieben wurde.Und insofern ist man insbesondere hier in Israel sehr sehr skeptisch über dieses Abkommen und befürchtet, dass eben die nukleare Bedrohung bestehen bleibt und dass Trump da einen ja im Grunde faulen Kompromiss auch auf dem Rücken Israels eingehen könnte.

5:18

Also wenn es ein Deal gibt, könnte es ein mieser Deal werden.Das befürchten Kritiker.Dankeschön, Philipp Burger nach Tel Aviv.Am Weißen Haus in Washington sind gestern Schüsse gefallen.Dabei hat sich ein 21-Jähriger dem Kontrollpunkt genähert, eine Waffe aus seiner Tasche gezogen und auf die Beamten des Secret Service geschossen.Die Beamten haben das Feuer erwidert und den Verdächtigen getroffen, der später am Krankenhaus seinen Verletzungen erlag.

5:42

Das Motiv des Täters ist bislang noch unklar.Bei der Schießerei wurden zwei Unbeteiligte verletzt.US-Präsident Trump war im Weißen Haus, als die Schüsse. Weißen Haus, als die Schüsse.fielen und blieb demnach unverletzt.Russland hat Kiew in der Nacht massiv mit Drohnen und Raketen angegriffen.In der ukrainischen Hauptstadt wurden nach Behördenangaben eine Dutzende Gebäude beschädigt.

6:03

Rund 20 Menschen wurden verletzt, ein Mensch starb.Besonders alarmierend: Auch die ballistische Hyperschallrakete Oreshnik wurde nach Angaben von Präsident Zelensky abgefeuert.Der ukrainische Präsident hatte bereits zuvor vor einem kombinierten Angriff gewarnt und die Menschen aufgerufen, bei Luftalarm Schutzräume aufzusuchen.Auch in Polen wurde angesichts der russischen Angriffswelle die Luftabwehr aktiviert.Wir wollen mal auf aktuelle Bilder aus Kiew schauen und wie heftig eben diese Zerstörung ist und war.Ein Wohnhaus, hier sehen Sie es, in der ukrainischen Hauptstadt ist nämlich komplett eingestürzt.

6:36

Die Aufräumarbeiten, die dauern nach wie vor an.Und über die ganze Lage möchte ich sprechen mit unserem Reporter Ibrahim Naber.Ibrahim, laut Zelensky jetzt die frische Meldung: Soll die Oreshnik-Rakete also tatsächlich eingesetzt worden sein von Russland?Was macht diese Rakete denn so gefährlich und wie hast du die russische Angriffswelle erlebt?

7:03

Also ich muss erst mal sagen, es sind wirklich apokalyptische Szenen, die wir da aus Kiew bekommen haben.Ich stehe hier gerade in Dnipro.Hier war die Nacht relativ ruhig, aber in Kiew, dort war das Zentrum dieser massiven russischen Angriffswelle, einer der schwersten russischen Angriffswellen seit Kriegsbeginn.Es sind Dutzende ballistische Raketen, Marschflugkörper und mehrere hundert Langstreckenkamikaze-Drohnen zum Einsatz gekommen.Und das ist dann in Kombination einfach eine Masse, die jede Flugabwehr dieser Welt ab irgendeinem Punkt überfordern würde.Und deswegen kommt es auch zu dieser massiven Zerstörung.

7:39

Es gibt neue Zahlen: 56 Verletzte und zwei Tote.Und man ist eben immer noch eben immer nochdabei, viele Häuser, die getroffen wurden, zu besichtigen und da noch mal wirklich genau zu gucken, ob es nicht doch viel mehr Verletzte und möglicherweise auch Tote gab.Es sieht wirklich sehr, sehr schlimm aus, was wir da aus vielen Teilen Kiews bekommen, die wirklich auch das Zentrum betreffen.Ja, Sie reden hier nicht von irgendwelchen Randbezirken, sondern wir reden wirklich vom Zentrum.Ja, auch Oreshnik kam zum Einsatz wiederholt.

8:10

Also eine mobile Mittelstreckenrakete, die kann bis zu 5.000 Kilometer weit entfernte Ziele erreichen und fliegt eben mehrere 1.000 km/h schnell.Das macht es eben auch so schwierig, sie abzufangen.Wenn Oreshnik zum Einsatz kommt und Oreshnik kam im November 2024 genau hier in Dnipro, wo ich jetzt gerade, dann ist das oft auch ein Zeichen, dass Putin mal wieder Sebel rasseln will.Wir hatten ja oft schon die Situation erlebt, dass es auch im Schlachtfeld, wenn es auch im Schlachtfeld nicht so gut läuft an der Front, dass dann zum einen nuklear Sebel gerasselt wird und dann eben auch zum Beispiel mit dem Einsatz von Oreshnik.Und das haben wir jetzt ja wieder.Wir hatten vor ein paar Tagen die Atomwaffenübung in Belarus, wo Russland auch eine ganz klare Message an Europa senden wollte und jetzt eben auch diese Einsatz von Oreshnik, wo man auch wieder zeigen möchte: Wir haben Waffen, wo wir euch überall treffen können.

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Ruben, Netherlands

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9:04

Auch da noch mal zur Einordnung: Wir hätten mit Arrow 3 ein Flugabwehrsystem, was zumindest in der Lage wäre, Oreshnik abzuwehren.Aber natürlich kommt es da auch wieder auf die Masse, die Stückzahl an.

9:16

Danke, Ibrahim Naber nach Dnipro für deine Einschätzung.Und ich möchte das Thema vertiefen.Zugeschaltet ist mir nun Niko Lange, Experte für Sicherheitspolitik.Hallo, Herr Lange.

9:29

Guten Tag.

9:31

Nun also die Meldung: Die Mittelstreckenrakete Oreshnik soll verwendet worden sein.Das sagt zumindest der ukrainische Präsident Selenskyj.Und diese Rakete sei eben nicht sei eben nichtzu stoppen, so hatte Putin zuvor gedroht.Welche Bedeutung hat nun ihr möglicher Einsatz militärisch und politisch aus Ihrer Sicht?

9:49

Putin versucht nicht nur der Ukraine, sondern vor allen Dingen den europäischen Partnern der Ukraine zu drohen, so eine Rakete abzufeuern zu einem Zeitpunkt, wo ja die Russen nicht nur mit der Ukraine eine Auseinandersetzung haben, wo sie immer wieder sagen, wir werden auch Kiew angreifen und Entscheidungszentren angreifen, sondern wo die Russen das Baltikum bedrohen, Drohungen gegenüber vielen im Westen aussprechen, soll das natürlich eine symbolische Bedeutung haben.Das ist jetzt schon zum wiederholten Mal passiert.Ich muss ehrlicherweise sagen, das nutzt sich auch ab.Diese Rakete wird mit leeren Sprengköpfen verschossen, also da entstehen keine großen Schäden.Die Drohung kommt durch die Verwendung dieser Rakete an sich.Und es gab auch schon Vielstarts von Oreshnik.

10:35

Russland will, glaube ich, vor allen Dingen zeigen, wir entwickeln diese Rakete weiter, sie kann genau treffen und wenn wir wollen, können wir jedes Ziel in Europa mit dieser Rakete angreifen.Ich bezweifle aber, dass zum Beispiel die baltischen Staaten und viele andere in Europa, dass sie sich davon einschüchtern lassen.

10:53

Was die Gesamtlage noch brisanter macht, die Ukraine spricht ja von einem kombinierten Angriff mit Drohnen und Raketen.Wie verändert denn diese Taktik die Lage für die ukrainische Luftverteidigung?

11:05

Wir sehen das ja schon seit Jahren, dass diese Kombination aus Drohnen, Marschflugkörpern, die von sehr weit weg kommen und dann von ballistischen Raketen für die Luftverteidigung extrem schwer zu bewältigen ist.Russland kann also mit einfachen Angriffen nicht durchdringen, aber mit dieser Kombination kann Russland immer wieder Treffer landen.Was bei den Angriffen letzte Nacht in Kiew bemerkenswert war, auf negativer Art und Weise ist, sind wahllose Treffer.Also es ist ja ein Einkaufszentrum abgebrannt, es ist wieder ein Wohnhaus direktgetroffen worden von einer Rakete.Ist ja nicht mal der Versuch, so zu tun, als ginge es um militärische Ziele.

11:40

Ist einfach nur Terror, sind einfach nur Kriegsverbrechen, die Russland hier verübt.Vielleicht auch um für die Propagandafront zu Hause Bilder zu produzieren.Guck mal, wir sind stark, weil man ja zuletzt die Parade nur unter Schutz von Donald Trump sozusagen durchführen konnte, weil Ölterminals, andere Ziele in Russland immer wieder getroffen werden.Vielleicht braucht man da auch, so traurig das ist, diese Propagandabilder.

12:04

Und wenn wir darüber hinausschauen, auch in Polen wurde die Luftabwehr aktiviert.Wie groß ist denn aus Ihrer Sicht die Gefahr, dass der Krieg stärker ja auch auf NATO-Grenzstaaten ausstrahlt?

12:16

Ja, die Staaten an der Ostflanke sind ja betroffen, weil immer wieder Drohnen in die Lufträume eindringen und weil man ja bei den komplizierten Flugbahnen die Marschflugkörper, Drohnenraketen zurücklegen, nie genau weiß, wo kommen die an.Also die fliegen ja nicht in gerader Linie von irgendwo in Russland auf Kiew, sondern die fliegen dann zum Beispiel erst mal nach Süden oder weiter nach Westen, dann drehen sie um.Das sind programmierte Flugbahnen, um die ukrainische Luftverteidigung auszutricksen.Und dann ist das klar, dass man in Polen, in Rumänien, in den Staaten, die direkt in der Nähe liegen, dass man da auch die Luftverteidigung aktiviert.Ich glaube, die Frage, die sich alle stellen müssen, ist: Helfen wir der Ukraine mit der Luftverteidigung?Weil wenn wir die Systeme da schon haben, dann sollten wir Drohnenraketen, andere Dinge über dem Luftraum der Ukraine aus meiner Sicht auch abschießen, um diese Masse für die Ukraine ein bisschen besser bewältigbar zu machen.

13:10

Wir können doch nicht zugucken, wie Zivilisten ermordet werden mit ballistischen Raketen, die direkt in Wohnhäuser fliegen.

13:16

Stellt sich natürlich abschließend die Frage: Welche Szenarien sehen Sie denn da auch für die kommenden Wochen in die Zukunft geblikt?Eher eine weitere Eskalation oder ein weiteres Sebelrasseln von Seiten Putins oder Ansätze einer militärischen Stabilisierung? Stabilisierung?davon, wie ist da Ihre Prognose?

13:33

Die Ukraine wird das, was sie gerade erfolgreich macht, weitermachen an der Front im Süden und Osten der Ukraine, wo sie die Russen sehr stark unter Druck gesetzt hat, wo sich das Blatt ein Stück weit gewendet hat und die Ukraine wird auch weiter nach Russland hinein, insbesondere die Energieinfrastrukturen, aber das ist ja die Geldquelle für Putin und sein System, die Energieinfrastrukturen, die Exportterminals für Öl weiter angreifen und die Ukraine wird diese Angriffe jetzt nicht vermindern oder einstellen, weil Russland auf Terror gegen die Zivilbevölkerung setzt.Das Traurige ist, dass man annehmen muss, dass das so weitergeht, es sei denn, wir entscheiden uns jetzt mal, Putin weiter unter Druck zu setzen und dass wir Angriffe gegen Zivilbevölkerung mittlerweile hinnehmen, mitten in Europa, Morden von Zivilisten mit ballistischen Raketen, das fast schon Achselzuckend, keine Konsequenzen eintreten, das gibt Putin ja die Möglichkeit, diesen Terror immer weiter vorzuführen.Warum kennzelt man jetzt nicht alle russischen Visa?Warum liefert man nicht Taurus?Warum zeigt man nicht?Das hat Konsequenzen für dich, wenn du eine Großstadt in Europa so angreifst.

14:41

Also eine Forderung nach starken Konsequenzen, nach klaren Konsequenzen von Nico Lange, Experte für Sicherheitspolitik.Vielen Dank, ganz herzlich für das Gespräch.

14:49

Gerne.

14:50

Wer in Deutschland mit Hilfe von BAföG studiert, muss jetzt um die bereits angekündigte BAföG-Erhöhung bangen.Erst vor wenigen Wochen hatte sich ja die Koalition auf die im Vertrag vereinbarte BAföG-Reform verständigt.Zum kommenden Wintersemester sollte die im BAföG enthaltene Wohnkostenpauschale monatlich 60 Euro steigen.Laut dem Fraktionschef der Union steht das jetzt aber auf der Kippe.Jens Spahn sieht wegen der angespannten Haushaltslage keine finanziellen Spielräume für ein Plus bei staatlichen Leistungen.Das deutsche Studierendenwerk reagiert mit harter Kritik.

15:24

Spahns Devisen Spahns Devisenaber: Solange es kein Wirtschaftswachstum gibt, soll es auch keine Erhöhungen geben.Dies gelte übrigens auch für Sozialleistungen wie Bürgergeld, Wohngeld und Elterngeld.Und Sie werden es gerade schon spüren draußen: Bis zu 28 Grad Sonne satt.Für viele gibt es heute also nur ein Ziel: Ab ins Freibad.Zum Start der Saison hoffen die Betreiber natürlich auf volle Becken und gute Stimmung.

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15:48

Doch pünktlich zum Start zeigen sich auch viele Probleme.Der Betreiber: Denn fehlendes Personal, finanzielle Engpässe und Sicherheitsfragen kommen zu spüren.Dazu kommt eine ja oft unterschätzte Gefahr: Nämlich noch ziemlich kaltes Wasser.Wer also zu schnell reinspringt, der riskiert mehr als nur eine Gänsehaut.Jonas Feldt mit einem Einblick in das Freibad Hamburg Billstedt.

16:12

28 Grad strahlender Sonnenschein.Endlich ist er da, der lang ersehnte Sommer.Und mit ihm beginnt auch die Freibad-Saison und der Ansturm auf das kühle Nass.

16:25

Herrlich, super.Mit Kind und Frau das erste Mal im Freibad.Bombenwetter, schön.Wieder draußen sein, Natur genießen, herrlich.

16:32

Super, warmes Wetter.Nachher zum Abkühlen rein.Ja so super, genau richtig, um nichts zu tun.Wenn ich jetzt arbeiten müsste, wäre es mir zu warm.Aber so ist super.Auf der Halbschatten, so passt es perfekt.

16:45

Begeistert sind auch die Bademeister.Mit 2.000 Gästen rechnen sie zur Saisoneröffnung hier in Hamburg Billstedt.Doch nicht überall läuft es so glatt wie hier.Viele Bädern fehlt es zum Saisonstart an Personal und Geld.Das dürften auch die Badegäste spüren.Etliche der 3.000 Bäder in Deutschland haben verkürzte Öffnungszeiten oder bleiben gleich ganz zu.

17:08

Hitzige Temperaturen bedeuten auch hitzige Gemüter.Zuletzt waren die Zahlen der Straftaten in Freibädern rückläufig.In 14 Prozent der Bäder kam es zu Delikten, die von Einbrüchen bis zu Körperverletzungen reichten. zu Körperverletzungen reichten.und Sexualdelikten reichten, so eine Umfrage der Deutschen Gesellschaft für Bäderwesen.In Hamburg Billstedt hat man vorgesorgt.

17:29

Das ist auch so ein Thema.Mittlerweile brauchen wir Security, weil viele Jugendliche nicht mehr den Regeln entsprechend klar kommen.Sie randalieren, haben keinen Respekt mehr.Wir können uns nicht um alles kümmern abseits des Beckenrandes.Deswegen haben wir da zur Sicherheit und dass alles ruhig und reibungslos verläuft, auch Security am Start.

17:52

Eine andere Gefahr hingegen lauert gleich im Becken.Denn warmes Wetter heißt nicht automatisch warmes Wasser, warnt auch die DLRG.Hier in Billstedt misst Bademeister Ralf Lutz gerade mal 17 Grad.Auch in vielen Badesälen ist die Temperatur noch ähnlich frisch.Besonders alkoholisiert kann das gefährlich werden.Deshalb erst vorsichtig antesten, bevor es ganz ins kalte Nass geht.

18:19

Mehr als 80 Jahre nach ihrer Vertreibung feiern die Sudetendeutschen ihr traditionelles Pfingsttreffen in der alten Heimat, nämlich im tschechischen Brünn.In Tschechien sorgt diese Versammlung für viel Aufregung.Regierungschef Andrej Babiš spricht von einer unglücklichen Angelegenheit.Der Sudetendeutsche Tag wird in Brünn von Gegendemonstrationen aufgebrachter Tschechen begleitet.Das Treffen polarisiert die tschechische Gesellschaft und heute ist Bayerns Ministerpräsident Markus Söder Redner bei der umstrittenen Veranstaltung dabei.Genau wie unser Reporter Lutz Storle, der vor Ort ist.

18:54

Lutz, na ja, es ist also kein einfacher Auftritt für Markus Söder.Wie ist denn da deine Einschätzung?Welchen Ton sollte, müsste Söder denn heute treffen?

19:02

Nun, Söder wird das ist eigentlich klar zur Versöhnung aufrufen.Das Problem ist einfach, das ist das allererste Mal nach der Vertreibung ist das.dass die Sudetendeutschen Landsmannschaften ein Treffen auf tschechischem Gebiet durchführen.Das gab es bislang nicht.Da hat man sich meist in Bayern getroffen.Deswegen auch Söders Auftritt.

19:24

Er ist quasi als bayerischer Ministerpräsident Schirmherr der Sudetendeutschen Landsmannschaft.Und nun ist es so, dass die tschechische Regierung also letzte Woche noch dieses Treffen verurteilt hat.Sie hat gesagt, das wird der alte Wunden aufreißen und sich wirklich gegen diese Präsenz hier gewandt hat.Es ist allerdings auch so, dass die Sudetendeutschen hier eingeladen wurden nach Brünn.Also hier gibt es ein Festival, ein Meeting und dort geht es um Versöhnung.Man hat zu Beginn und dort waren auch Sudetendeutsche am Freitag dabei.

19:58

Man hat denen gedacht, den Juden, die aus der Stadt vertrieben wurden, unter Mithilfe von vielen Sudetendeutschen.Die Geschichte ist so unheimlich kompliziert.Es ist auch klar, diese Vertreibung der drei Millionen, das war ein Verbrechen.Und man befürchtet eben, dass es immer noch welche gibt, die ihre Grundstücke wieder zurückhaben wollen, die entschädigt werden wollen.Es ging um diese Bannesteckede, die diese Vertreibung und den Tod für viele Deutschen erst ermöglicht haben.Aber dann muss man auch sagen, die Sudetendeutschen schlagen seit 2015 einen anderen Ton an.

20:31

Diese Forderungen nach Rückübertragung von Grundstücken, die gibt es nicht.Dann man setzt auf Dialog, man setzt auf Versöhnung.In diesem Geist erwarte ich eigentlich heute auch Markus Söder, der anschließend noch nach Prag weiterfährt, um sich mit dem tschechischen Ministerpräsidenten zu treffen, auch dort sicherlich noch ein paar Irritationen auszuräumen.Aber die Grundstimmung ist ja und das müssen wir einfach aufgrund der Zeit ja auch bedenken.Es sind kaum noch Menschen dabei, die diese Vertreibung tatsächlich selbst erlebt haben.Es sind die Enkel, es sind die Kinder, die sich hier treffen und das Zeichen, das hier ausgehen soll, das ist eben eigentlich Dialog.

21:07

Also eine sehr emotionale Veranstaltung.Veranstaltung heute.Wir hören das auch schon bei dir im Hintergrund.Danke, Lutz Stordel für deine Einschätzung rund um den Auftritt auch vom Bundesministerpräsidenten Markus Söder.

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