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SACHSEN-ANHALT: Umfrage-Knall! AfD hat absolute Mehrheit in Reichweite! Union und SPD im freien Fall

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Starke Umfragen, schrille Drohungen, etablierte Parteien ringen mit der AfD.Ja, diese Partei scheint ja in Sachsen-Anhalt jedenfalls kaum noch aufzuhalten zu sein.Auf über 40 Prozent kommt sie in einer aktuellen Umfrage.Der Griff der Rechtsaußenpartei nach der Macht im ersten deutschen Bundesland rückt auch deshalb näher, weil die Union ja nicht aus dem Krisenmodus herauskommt.Die Koalition mit der SPD ein Jahr nach Antritt.Nennenswerte Reformen ist man bisher schuldig geblieben.

0:27

Die Angst vor dem wirtschaftlichen Abstieg wächst in der Bevölkerung.Das kostet natürlich Stimmen auch und gerade in Sachsen-Anhalt.

0:36

Ergibt sich bereits als Wahlsieger, gibt den Ton vor.Ulrich Siegmund spürt den Rückenwind wie nie zuvor.

0:43

Laut einer aktuellen MDR-Umfrage klettert die AfD in Sachsen-Anhalt auf 41 Prozent.

0:49

Die absolute Mehrheit rückt für deren Spitzenkandidaten somit nur vier Monate vor der Wahl in greifbare Nähe.Es gibt alle anderen gegen Deutschland und die Alternative für Deutschland.Das heißt, man redet hier nicht über Inhalte, sondern nur noch über uns und das merkt man auch bei dieser Umfrage gerade.Und ich glaube, bei uns waren es 43 Prozent, die sich einer AfD-Regierung dann doch wünschen.Und das zeigt ja ganz klar, da ist noch ein bisschen Luft nach oben.Es fehlt jetzt nur noch ein ganz kleines bisschen, ein zwei Prozent, zur absoluten Mehrheit.

1:14

Und das möchten wir erreichen.Und deswegen haben wir jetzt noch knapp vier Monate Zeit, um die Bürger in Sachsen-Anhalt von unserer hervorragenden Programmatik, aber auch von unseren sehr guten Kandidaten und vor allem, und das muss ich unterstreichen, von unserer positiven Vision für dieses Land zu überzeugen.In Berlin beobachtet man die Entwicklung mit wachsender Nervosität.

1:30

Doch Bundeskanzler Friedrich Merz gibt sich kämpferisch und stellt sich demonstrativ hinter den amtierenden Ministerpräsidenten Sven Schulze.In einem ZDF-Interview gibt er das Bundesland nicht auf.

1:40

Wir kämpfen als CDU gemeinsam.Wir gewinnen gemeinsam.Wir verlieren gemeinsam.Ich möchte Sven Schulze, der das wirklich als Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt hervorragend macht, der ganz schnell in die Schuhe von Reiner Haselhoff hineingewachsen ist, helfen, dass er diese Wahl gewinnt.Und wir haben vor fünf Jahren, genau vor fünf Jahren schon einmal die Situation gehabt. vor fünf Jahren schon einmal die Situation gehabt.wo wir weit hinten lagen und dann damals gewonnen haben, so wie mit Reiner Haseloff vor fünf Jahren.

2:05

Sven Schulze oder Ulrich Siegmund.In vier Monaten kann sich noch viel bewegen.Aber auch nach derzeitigem Stand hat die AfD die absolute Mehrheit noch nicht erreicht.Vier Prozentpunkte fehlen.Doch schon jetzt steht fest: Es wird eine Wahl, die Geschichte schreiben könnte.

2:24

Der Höhenflug der AfD und die Unionsdämmerung besprechen wir.Das alles mit unserem Reporter Lutz Storde zugeschaltet aus dem Landtag in Magdeburg und mit dem Politikwissenschaftler Professor Christian Stecker aus Darmstadt.Ich grüße Sie bzw. Dich beide.Ja, und gehen erstmal zu Lutz nach Magdeburg.Also, dass wir das nochmal klar kriegen: Warum ist die AfD so immens stark in Sachsen-Anhalt?

2:52

Ich denke, das hat zum einen mit der Landesstruktur zu tun.Sachsen-Anhalt ist ein Land, das ist sehr ländlich geprägt.Wir haben zwar zwei große Städte, daneben gibt es viele Kleinstädte.Es gibt Dörfer und dort tickt die Uhr einfach auch anders.Dort ist man traditioneller unterwegs.Aber selbst in den Großstädten merkt man, da gibt es eben viele, die sagen: Dann lassen Sie doch jetzt einfach mal machen.

3:14

Man ist unzufrieden mit den etablierten Parteien und ja, geht dann davon aus: Dann sollen sie es doch probieren.Schlechter wird es auch nicht.Das ist so bei vielen, das was ankommt.Und dann ist es eben so, dass die anderen Parteien den Rückenwind aus Berlin nicht spüren.Das ist eben einfach so in der Landespolitik.Da kommt man mit Themen schwerlich durch.

3:35

Alles drückt aus Berlin rüber, als man redet gar nicht über das, was das Land selbst hier in Sachsen-Anhalt bräuchte.Und das ist natürlich ein Problem auch für den Wahlkampf, für die Außendarstellung von den anderen Parteien, besonders von der CDU.

3:50

Ja, also Lutz, noch ist ja Zeit bis zur Wahl.Aber welche Mittel hat die CDU da, um zumindest da, um zumindesteine absolute Mehrheit der rechtsextremen Partei zu verhindern?

4:02

Man kann mit Rechenspielen anfangen.Natürlich ist es die Frage, was passiert mit den kleinen Parteien.Mit der FDP rechnet man schon gar nicht mehr.Wenn es die Grünen schaffen, wird es natürlich auch für die AfD schwerer, diese absolute Mehrheit zu erringen.Das ist aber alles noch offen.Also man ist schon in einer Art Resignation, wenn die SPD heute sagt, ihre sieben Prozent, das sei doch immerhin eine Bestätigung.

4:24

Dann kann man sich natürlich wundern, was dort eigentlich noch die Ansprüche sind.Und dann macht die AfD eben einen wirklich engagierten Wahlkampf.Jeden Abend ist der Spitzenkandidat unterwegs, ist in Seelen unterwegs, die Brechen voll sind.Gestern Abend in Thale waren wieder über achthundert Leute da.Das kriegt eine andere Partei nicht auf die Beine gestellt.Also Sven Schulzes Problem ist ja auch noch erst einerseits der Ministerpräsident muss andererseits Wahlkampf machen.

4:51

Ich habe ihn heute Mittag gefragt, wo denn eigentlich der Rückenwind nun ist, der mit seiner Ernennung zum Ministerpräsidenten kommen sollte.Hören wir vielleicht in das Interview einfach mal rein.

5:02

Ich will nicht, dass diese Wahl in Sachsen-Anhalt zu einem Denkzettel für Regierungsarbeit in Berlin wird.Und ich merke, dass hier in Sachsen-Anhalt sind viele Menschen unzufrieden mit dem, was sie von der Bundesebene sehen.Ich bin das in Einzelteilen natürlich auch.Aber hier geht es um unsere Heimat Sachsen-Anhalt.Hier geht es um die nächsten fünf Jahre Regierungsarbeit in Sachsen-Anhalt.Und deswegen gilt es weiter zu arbeiten als Ministerpräsident.

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Ruben, Netherlands

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5:25

Die Werte für mich persönlich, die sind gut.Die Mehrheit auch bei der Umfrage sagt klar, sie wollen mich als ihren Ministerpräsidenten.Und deswegen werde ich diesen Weg weitergehen.Daran werde ich mich messen lassen.

5:37

Aber auch da bei den Persönlichkeitswerten ist es ein Prozentpunkt, der sie noch vom AfD-Kandidaten trennt.Sie meinen?

5:43

Ist etwas mehr.Also es ist schon mehr als ein Prozent.Es ist ein klares Ergebnis auch bei der Befragung.Wer soll? bei der Befragung. Wer soll?Ministerpräsident des Landes sein?Da liege ich klar vor der AfD und das zeigt auch, dass es einen Unterschied gibt zwischen in dem Fall der Bewertung der Parteien und meiner Arbeit als Ministerpräsident.

6:01

Darum geht's ja.Es geht ja darum, wer sitzt in der Staatskanzlei, Sven Schulze für eine Politik, die Anschlussfähigkeit bedeutet, die Sachsen anhalt nicht zu einer Insel macht, oder die AfD, die am Ende hier in der Staatskanzlei sitzend unser Land isolieren würde.

6:16

Sie sind täglich unterwegs, spielen in diesen Diskussionen den Landesthemen nun überhaupt eine Rolle oder redet man nur noch über Berlin, über Äußerungen von Friedrich Merz?Was ist das, was eigentlich jetzt diesen Wahlkampf prägt?

6:28

Ja, in den letzten Wochen waren natürlich die Bundesthemen die prägenden Themen.Die Menschen sehen ja ja auch zwei Euro fünfzig, die sie zahlen mussten an der Zapfsäule, wenn sie Diesel tanken.Sie sehen die gestiegenen Lebenshaltungskosten.Sie haben aber auch gesehen, wenn es Streit gibt in der Bundesregierung, das hilft uns überhaupt nicht.Das ist ja auch in den anderen Bundesländern in den Umfragen zu sehen.Gleichermassen gilt es hier darauf hinzuweisen und zu zeigen, Landesthemen sind die Themen, die am Ende hier entschieden werden können und deswegen ist es wichtig, dass man jeden Tag unterwegs ist, so wie ich das mache.

6:59

Deswegen danke ich auch der Bevölkerung, die mir eine Rückenwind gibt, die klar sagt, sie wollen mich als ihren Ministerpräsidenten haben.Das sagt doch diese Umfrage und jetzt gilt es am Ende darum, diese Arbeit weiterzumachen.Daran werde ich mich messen lassen.

7:12

Wäre es jetzt nicht langsam an der Zeit, wenn man sich alles anguckt, die Zahlen, wie sie sich entwickeln, dass die CDU ihr Verhältnis zur Linkspartei überdenken muss, wenn sie irgendeine Chance auf Regierungsarbeit haben wollen?

7:23

Also mich fragen die Menschen hier nicht nach dem Verhältnis zu irgendeiner Partei.Die Menschen sagen, Herr Schulze, Sie sind Ministerpräsident und wir wollen jetzt die gute Arbeit machen.Und das, was wir von Ihnen in den ersten 100 Tagen gesehen haben, das ist gut.Sie vertreten uns in Berlin mit einer klaren Stimme, mit einer klaren Aussage.Sie sind im Land viel unterwegs.Sie haben die ersten Themen, die Sie angegangen sind, auch schon gut gelöst.

7:43

Das heißt, die ersten 100 Tagehaben gut funktioniert und so möchte ich in den nächsten Jahren für meine Heimat weiterarbeiten in schwierigen Zeiten und deswegen daran lasse ich mich messen und nicht an irgendwelchen Umfragen, die wir aktuell haben.

7:55

Ja, aber Sie haben diese Unvereinbarkeitsbeschlüsse der CDU ja nun mal da und das können Sie drehen, wie Sie wollen.Ohne die Unterstützung oder das Mitwirken der Linken wird es nicht gehen.

8:07

Im Moment, wenn diese Umfragen Wahlergebnisse wären, dann wäre dieses Land nicht regierbar.Das ist klar und deswegen gilt es ja, darum zu kämpfen, bessere Wahlergebnisse zu kriegen.Und ich bin mir sicher, am 6. September wird das Wahlergebnis dann auch ein anderes sein als das, was wir in den Umfragen hier sehen.Dafür arbeiten wir.

8:27

Rückenwind für die AfD.Die gibt es aus deren Sicht eben auch, weil alle anderen gegen die AfD kämpfen und das schafft so einen Mitleidsbonus.So sieht's die AfD ja selber.Also das stärkt sie und da muss nun die CDU aufpassen.Also Sven Schulze will auch nicht einfach jetzt nur mit dem Finger auf die AfD zeigen und das ist sein Programm für den Wahlkampf.Er will das Programm der AfD auf den Tisch heben und will dort aus seiner Sicht auf Unstimmigkeiten und Möglichkeiten, auf katastrophale Ansätze im Wahlkampf hinweisen.

8:58

Dasselbe Programm wird die AfD mit einem anderen Ansatz verkalken.Also es bleibt extrem spannend.Bis zum September werden sich Prozente verschieben.Entscheidend wird am Ende auch sein.Schaffen es die Kleinen oder schaffen sie es nicht?

9:12

Ja und viel Zeit ist ja auch nicht mehr.Lutz, vielen Dank nach Magdeburg.Und die AfD in Sachsen-Anhalt gibt sich ja selbstbewusst.Der Spitzenkandidat Ulrich Siegmund glaubt, die Bürger auf seiner Seite zu wissen und ja, die besseren Antworten zu haben auf aktuelle Probleme.

9:32

Also erstmal stelle ich fest, egal wo wir es in Sachsen-Anhalt machen, die Seele sind brechend voll.Heute Nacht wieder.Ich war eine kurze Nacht in Thale, fast 600 Leute, die Menschen. Leute, die Menschen.

9:40

gestanden sie möchten sich einen eigenen Eindruck machen und sie haben einfach wirklich die Nase voll weil hier an den wirklichen Problemen in diesem Land einfach vorbei regiert wird die machen sich alle möglichen Gedanken wie kann man eine AfD verhindern aber nicht wie kann man dieses Land wieder nach vorne bringen und das ist der große Unterschied und da haben wir konkrete Antworten auf Antworten auf die Probleme dieser Zeit und die sprechen wir auch klar aus wir sagen ganz klar wir erkennen unser eigenes Land nicht mehr wieder wir sagen ganz klar wir möchten nicht die Welt retten sondern erstmal unser eigenes Land denken und wir sagen ganz klar wir können nicht die höchsten Energiepreise der ganzen Welt haben und zusehen wie unsere Industrie in die ganze Welt abwandert wir müssen es hier vor Ort schaffen und diese Probleme benennen wir nicht nur wir möchten sie konkret lösen haben ein gutes Programm dafür da sehen die Bürger und deswegen vertrauen sie auch in die Lösungskompetenz der AfD hier in und bald auch in ganz Deutschland also Dynamik verbreitet der Mann auf jeden Fall wir wollen Nachfragen bei Politikwissenschaftler Christian Stecker Grüße Sie Hallo Hallo also stimmt das was Herr Siegmund hier sagt hat die AfD tatsächlich Lösungen oder ist sie einfach nur besser im Benennen der Probleme na ja das ist ja genau der Test den die AfD bisher nicht bestehen musste also hinter der Brandmauer kann man allerlei Phantasien sich ausdenken allerlei Programmpunkte vorschlagen am Ende ist Politik irgendwie auch Realpolitik und man muss schauen was davon umsetzbar ist und die AfD hatte das große Glück eben hinter der Brandmauer zu leben und bisher da nicht darauf getestet worden zu sein ob das alles funktioniert und jetzt rutscht eventuell die Brandmauer einfach in dem Sinne weg dass die AfD eine absolute Mehrheit erringt und für die Union ist es eine gewisse Tragik dass man nicht vielleicht vorher versucht hat aus einer Position der Stärke die Position zur AfD zu überdenken und die AfD auch irgendwie mit zu integrieren und vor allen Dingen natürlich auch die Wählerinnen und Wähler der AfD die ja in mittlerweile an die 40 42 Prozent gehen und die früher daran möchte ich gerne erinnern eben nicht NPD gewählt haben sondern eher CDU SPD oder Linkspartei oder Linkspartei

11:36

Das heißt, wenn ich es richtig verstehe, eigentlich müsste die AfD mal in Regierungsverantwortung kommen, damit sie eben auch mal beweisen muss, ob hinter all den Worten sich dann auch Taten verbergen.

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11:46

Also grundsätzlich müsste man zumindest die AfD auch in die Position bringen, dass sie mal überhaupt klare Positionen bezieht.Im Bund ist das zum Beispiel die Frage von Berflich, das Verhältnis zu Donald Trump und zu Rentenfinanzierung und dergleichen.In Sachsen-Anhalt ist das wirklich die Frage, ob man wirklich so tief zum Beispiel in die Kirche reinregieren möchte oder in die Universitäten.Ich wünsche mir persönlich und ich meine das durchaus politisch neutral, aber nicht, dass die AfD jetzt auf einmal in die Lage kommt, die absolute Mehrheit zu bekommen und den Ministerpräsidenten zu stellen, weil ehrlicherweise wird die AfD eben in erster Linie auch oder zu einem großen Teil, sagen wir so, aufgrund der Unzufriedenheit mit der Politik vor allen Dingen in Berlin gewählt und sie hat eigentlich im engeren Sinne kein Mandat für ihre teils doch recht radikalen Positionen.Das Problem an der Demokratie ist dann, dass man eben diese eine Stimme hat und die eben nicht nur für ein Programm gibt, sondern eben auch aus Unzufriedenheit über die etablierten Parteien.Ich würde mir eher wünschen, dass die AfD versucht wird, sozusagen zu integrieren in dieses politische System und dass eben jemand wie Sven Schulze versucht eben auch zu schauen, wo kann ich mit der AfD Politik machen, wo ist die Grenze für mich als Union, wo ich auf keinen Fall weiter nach rechts gehen sollte.

12:58

Aber ehrlicherweise steht das den Wählerinnen und Wählern in Sachsen-Anhalt zu, dass auch 40 Prozent derjenigen, die AfD wählen, mit dazugehören und deren Interessen im politischen Prozess mit berücksichtigt werden.

13:10

Und damit tut sich ja eben die Union so wahnsinnig schwer, auch im Bund.Also Friedrich Merz grenzt sich immer wieder ganz klar ab zur AfD und das wird ihm wahrscheinlich, also wenn man das jetzt mal so mutmaßen kann, aber dann irgendwann auf die Füße fallen und die AfD auch im Bund immer weiter wachsen.Also was würden Sie sagen?Muss man da ja möglicherweise dann möglicherweise danneben doch mal koalieren?

13:33

Ich würde sagen auf keinen Fall koalieren.Aber ich würde ja sowieso sagen, Koalitionszwang ist over, weil die Parteisysteme viel zu fragmentiert sind mittlerweile und man diesen pluralen Streit in der Gesellschaft viel besser durch flexible Mehrheiten im Parlament aufgreifen könnte, wie das in Skandinavien ist.Und die Minderheitsregierung ist jetzt aber auch nicht das Allheilmittel, weil wir einfach auch tief im Schlamassel stecken und die die Lager so dermaßen verhärtet sind.Aber mir scheint das auch nicht sonderlich rational, jetzt als Union dieses gemeinsame Absaufen mit der SPD im gemeinsamen Aneinanderklammern als alternativlos zu erklären, nur weil man sich davor fürchtet, was vielleicht so ein Freischnupfenversuch dann letztlich hervorbringen würde.Aus meiner Sicht bräuchte es Mut innerhalb der Union, noch mal was anderes zu probieren, bevor man jetzt der Sozialdemokratie in den elektoralen Niedergang folgt.Und das ist ja ganz offensichtlich die Richtung, die auch natürlich dann für die Sachsen-Anhaltinische CDU, ganz zu schweigen von der SPD, ein Riesenproblem ist.

14:31

In Sachsen-Anhalt kann man diesen Wahlkampf gegen die AfD nicht gewinnen.Man verliert ihn gerade letztlich in Berlin.

14:39

Klare Einschätzung und Aussage, Christian Stecker, bedanke mich.

14:44

Sehr gern.

14:47

Tja, das ist eben die Frage.Wie soll die Politik mit der AfD weiterhin umgehen?Die Union harrt ja eben mit der selbstauferlegten Brandmauer und die politischen Parteien setzen weiter auf Abgrenzung.Saskia Esken von der SPD fordert jetzt sogar die Werbetreibenden auf, nicht mehr zu werben beim Podcast von Ben, unscripted.Obso der Zulauf zur AfD gestoppt werden kann?Antworten von Luisa Stangl.

15:12

Vier Stunden lang war Thüringens AfD-Fraktionschef Björn Höcke Gast im Podcast unscripted bei Ben.Ohne größere kritische Nachfragen verbreitet er dort seine Thesen und Ansichten.Fast und Ansichten. Fastvier Millionen Aufrufe hat das Gespräch inzwischen.Millionen Klicks, die auch Werbeeinnahmen bringen.Zu einem Werbeboykott ruft nun SPD-Politikerin Saskia Estin auf.

15:37

Man muss das nicht ertragen, dass ein Faschist, finanziert durch den Werbeetat des eigenen Unternehmens, unwidersprochen vom geplanten Mord am deutschen Volk fabulieren darf oder was er dann noch alles ausgebreitet hat.

15:49

Ich sag mal, Blacklisting hilft.Eine Reaktion, die Kritik hervorruft.Wolfgang Kubicki spricht auf X von Entgleisung.In einer liberalen Demokratie entscheiden sich Politiker, was Presse und andere Medien senden oder drucken.Die AfD inhaltlich stellen.So lautet lange das Rezept der anderen Parteien, um die Rechtsaußenpartei klein zu bekommen.

16:12

Doch dafür müssten sie sich auch mit ihren eigenen Fehlern beschäftigen, so Politikwissenschaftler.

16:17

Das was die anderen Parteien daran hindert, sich sozusagen auf inhaltliche Debatten mit der AfD einzulassen, ist, dass sie eingestehen müssten, dass sie die ganze Zeit sozusagen strategisch auf das falsche Pferd gesetzt haben, dass die Größe der AfD die Folge eigener Politikfehler ist.Das müsste man dann eingestehen, wenn man über konkrete Politik redet.

16:39

Statt inhaltlicher Auseinandersetzungen folgen deshalb viel mehr hilflose Versuche, die AfD zu diskreditieren.So warnt etwa Sachsen-Anhalts ehemaliger Ministerpräsident Rainer Haselhoff vor einer AfD-Landesregierung.Abiturzeugnisse aus Sachsen-Anhalt könnten dann in anderen Bundesländern an Wert verlieren.Aussagen, mit denen sich die AfD wiederum bestätigt zieht.

17:02

Das ist einfach die absolute Panik.Man sieht, man schafft es nicht mit politischen Inhalten.Also versucht man es mit solchen Märchen, das natürlich völliger Blödsinn.Einmal rechtlich ist es völliger Blödsinn.Vielleicht ist es später sogar so, dass das Abitur in Sachsen-Anhalt ganz im Gegenteil besonders hoch angesehen wird, weil wir natürlich auch ein Bildungssystem hier entsprechende Vorschläge haben.

17:18

Fakt ist, die hohen haben. Fakt ist, die hohen

17:20

Umfragewerte der AfD sind Ausdruck einer tiefen Unzufriedenheit vieler Wähler mit Empörung und Diffamierung durch die anderen Parteien wird die AfD am Ende aber wohl nur noch mehr Zustimmung gewinnen wir wollen das besprechen mit der Journalistin Julia Rus bekannt geworden mit dem klar sie hat selber Cancel Culture erlebt also dass Druck ausgeübt wurde Personen oder Inhalte zu stoppen oder zu verändern weil eben die Ausrichtung für Verantwortlichen nicht gepasst hat herzlich willkommen hier im Studio hallo wie sehen Sie denn diesen Podcast also das waren ja zwei Stunden Björn Höcke mehr oder weniger unwidersprochen kann man das so machen hätten Sie das so gemacht ja es waren ja sogar vier Stunden also man kann schon widersprechen gerade Journalisten passt das natürlich überhaupt nicht aber ich finde es ziemlich komisch dass man sich da jetzt so beschwert weil ich glaube das ist gerade so ein Abwehrkampf von den etablierten Medien oder von von den eben klassisch eingesessenen Medien die glauben sie könnten immer noch die die Hoheit über alles haben und jetzt machen einfach Influencer und solche Leute YouTuber wie Bernd Bernd machen jetzt einfach Konkurrenz und natürlich passt es dann den manchen Journalisten nicht dass er so viel Reichweite damit einsammelt ja nicht die Journalisten sondern eben die Politikerin Saskia Esken die dann eben fordert dass da eben nicht mehr geworben werden soll wie sehen Sie das ja halte ich für Quatsch weil ich glaube die Politiker die Politiker müssen definitiv andere Lösungen haben um die AfD zu bekämpfen als jetzt versuchen ihnen die Plattformen zu nehmen oder sie zu verbieten also man merkt einfach wie hilflos mittlerweile die Parteien agieren gerade Links der Mitte hat man offenbar kein anderes Mittel als als zu zensieren zu wollen oder einfach die Leute aus der Öffentlichkeit zu drängen und das ist ja ich kann darüber nur lachen ehrlich gesagt aber andererseits Stichwort die AfD innerlich stellen also wenn es hier um die Aussagen eines Faschisten tatsächlich geht das macht ja Saskia Esken zum Beispiel geltend da muss man sich natürlich fragen wo endet da die Meinungsfreiheit und wo beginnt Desinformation also ich glaube halt es hat sich mittlerweile so viel im Mediensystem verschoben dass er einfach einfachals Höcker würde so oder so eine Plattform finden.Es würde immer einen YouTuber, einen Influencer geben, der ihm den Platz einräumt.Die Frage ist: Machen wir klassischen Medien das und bieten dann vielleicht auch ein bisschen Kontra oder macht es jemand anders, der ihn einfach reden lässt und der dann nicht so kritisch nachhakt, wie er, wie das vielleicht ein Journalist machen würde.Er sagt ja selber von sich, er ist kein Journalist.Ich finde, das kann kann man auch total gut machen.

19:36

Ich war selber mal bei ihm zu Gast.Man muss sagen, er ist ein wunderbarer Gesprächspartner und ich verstehe auch, warum Leute gerne zu ihm kommen.Und ich bin auch skeptisch, ehrlich gesagt, bei ganz vielen Interviews mit AfD-Lern von klassischen Medien, weil man oftmals die die AfD-Politiker so behandelt, als wären sie der Gegner.Also man macht aus dem Interview ein Verhör und dadurch bekommt der Zuschauer eher den Eindruck, dass er hier in eine bestimmte Richtung geleitet wird.Also man bekommt Sympathie eigentlich mit den AfD-Politikern und das ist eher also ist eher das das Gegenteil, was was man damit bewirkt.

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20:06

Na ja, das ist in der Tat eine Gratwanderung.Sie spielen wahrscheinlich auch ein Weltinterview mit Björn Höcke an.Andererseits muss man sagen, er hat dort tatsächlich diese SA-Parole immer wieder benutzt und sich eigentlich dumm gestellt, dass er nicht wusste, dass es die gab.Das war ehrlich gesagt peinlich und auch seltsam.Und wie soll man damit tatsächlich umgehen dann?

20:22

Ja, also natürlich muss man, finde ich, so was ansprechen.Also ich wäre jetzt selber auch nicht eine Person, die ihn unbedingt einladen würde für so ein Format.Aber trotzdem merken wir, dass wir als normale Journalisten, als klassische Medien die Gatekeeper-Funktion verloren haben und müssen damit umgehen.Und wenn man jetzt so einen Abwehrkampf startet, zum Beispiel wie jetzt auch Saskia Esken, dann finde ich es ziemlich traurig, weil das zeigt, wie ja wie wenig man eigentlich der AfD mittlerweile überhaupt noch in ja ins Gehirn kommen kann.

20:51

Also die Fronten scheinen jedenfalls sehr verhärtet zu sein und das ist noch längst nicht erledigt, wie wir sehen jetzt eben auch in Sachsen-Anhalt.Julia Rus, herzlichen Dank für den Besuch.

20:59

Gerne.

21:05

Und dabei steht es um die SPD insgesamt gar nicht gut.Die desaströse Wahlergebnisse bei Landtagswahlen. gut. Die desaströse Wahlergebnisse bei Landtagswahlen.in oder inIn den Umfragen liegt sie in Sachsen-Anhalt nur noch bei sieben Prozent.Vor allem aus der einstigen Stammwiderschaft der Arbeiter wandern eben viele zur AfD ab.Und mit ihren jüngsten Aussagen im Bundestag könnte SPD-Chefin Werbe Baas noch einige mehr verprellen.

21:28

Es wandert niemand in unsere Systeme ein, sondern wir haben einen Fachkräftemangel in diesem Land, der durch viele Unternehmen eben auch gedeckt wird, indem sie sagen, wir brauchen jeden, der hier im Land ist und arbeiten kann.Soweit die Aussagen der Arbeitsministerin.Kurze Nachfrage bei Marco Reinke für uns im Bundestag.Also welche Reaktionen bekommt nun Baas auf diese Aussage?Also haben wir schon gehört, dass es da schon viel Widerspruch gibt.

21:56

Absolut.Da hat sie eine ziemliche Welle losgetreten.Es hat ja gestern dann auch direkt Reaktionen aus den eigenen Reihen, aus der eigenen Partei gegeben nach dieser Befragung hier im Bundestagsplenum.Und mittlerweile haben sich auch sogar Landräte zu Wort gemeldet und haben da auch durchaus protestiert, haben davon gesprochen, dass das überhaupt nicht der Realität entsprechen würde.Und genau das war ja auch die Kritik, die sie von den eigenen Genossinnen und Genossen bekommen hat, wo es geheißen hat: Na ja, man müsste ja einfach nur mal auf kommunaler Ebene nachfragen.Da könnten dann Bürgermeister beispielsweise relativ leicht zahlreiche Beispiele nennen, bei denen das eben genau dieser Fall sei.

22:45

Und dann hat es auch noch Kritik aus der Opposition, aus der Union gegeben, wo es auch noch einmal ganz klar geheißen hat, dass das eben nicht der Realität entspreche und vor allem eben auch, dass die SPD-Chefin hier auch die Augen verschließen würde vor der Realität, die eben nun einmal Realität, die eben nun einmalsei, dass die Sozialsysteme Anreize schaffen würden, eben genau diese Sozialleistungen in Anspruch zu nehmen.Also die Kritik, die nun losgetreten wurde durch diese Aussage, die hat doch deutlich zugenommen.Die Diskussion, die hat heute dann erst wirklich auch die kommunale Ebene erreicht und da hat es auch noch einmal sehr scharfe Kritik an der Arbeitsministerin gegeben.

23:28

Ja, Marco, und wir fragen uns natürlich alle, ob es da nicht auch Konsequenzen geben muss, denn Bebaars taucht ja immer wieder mit solchen Äußerungen auf.Also wie lange wird sich die SPD das noch leisten?

23:40

Na ja, sie ist ja zumindest innerhalb der Partei hat sie ja die Rolle eingenommen, dass sie eben die ist, die sozusagen das eigene Programm sehr hochhält, die eigene Fahne hochhält und die eigene Position eben mit allen möglichen mit den vertritt.Dabei ist sie aber jetzt auch in die Rolle der Bremserin geraten.Aber zumindest bisher scheint es so, als wenn sie den Rückhalt innerhalb der eigenen Partei weiterhin hat.

24:07

Tja, und da kann man sich fragen, ob das nicht eben zum Erfolg der AfD dann beiträgt.Marco, vielen Dank.

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