Hier ist das erste deutsche Fernsehen mit der Tagesschau.Heute im Studio Juliani Harry Karsen.
Guten Abend, ich begrüße Sie zur Tagesschau.Wie stellt sich Deutschland mit Blick auf einen möglichen Kriegsfall auf?Ja, das war heute ein Thema beim Besuch von Bundesverteidigungsminister Pistorius in Kiew.Militärexperten sind sich einig: Künftig wird es darauf ankommen, Angriffsziele weit im Hinterland eines Gegners zerstören zu können.Deutschland hat dabei Nachholbedarf und will deshalb solche Waffensysteme mit der Ukraine gemeinsam entwickeln.
Es sind solche ukrainische Drohnen, die Russland Probleme machen, denn sie schlagen in russische Städte ein, die zum Teil 1.200 Kilometer von der Ukraine entfernt liegen.Angriffe tief in Russland.Bei solchen Systemen haben Deutschland und die NATO Nachholbedarf.Ukrainische und deutsche Unternehmen sollen gemeinsam neue Drohnen entwickeln und an der Front testen.Verteidigungsminister Pistorius und sein ukrainischer Kollege Fedorow heute in Kiew.Wir müssen Militärschläge mittlerer Reichweite finanzieren, denn die Ukraine hat in diesem Bereich die Initiative übernommen und wir haben jede Möglichkeit, den Feind dort weiter zu bekämpfen.
Die Informationen und Erfahrungen, die die Ukraine dabei sammelt, seien auch für Deutschland interessant, sagt der Bundesverteidigungsminister.
Die Entwicklungszyklen hier sind inzwischen bei einigen Wochen angekommen.Immer wieder verändert sich etwas und gleichzeitig ist die Bandbreite dessen, was hier eingesetzt werden kann, für unterschiedliche Ziele mit unterschiedlichen Aufgaben inzwischen so enorm, dass die Drohnen tatsächlich ganz überwiegend das Kampfgeschehen bestimmen.
Auf See sind ferngesteuerte Boote unterwegs.An der ukrainischen Front an Land solche unbemannten Fahrzeuge.Sie hätten der Ukraine Ukraineeinen Vorteil verschafft, sagt ein dem Militär nahestehender Experte.Diese erlauben uns, eine Position ohne Einsatz von Soldaten tiefer Richtung Feind zu verlegen.Das Hauptziel dieses Krieges ist Verbesserung und Automatisierung.
Und genau darauf will Verteidigungsminister Pistorius auch die Bundeswehr vorbereiten.Denn die Zeiten, in denen Deutschland die Ukraine ohne direkten eigenen Nutzen unterstützt, sind vorbei.Die Ukrainer sammeln derzeit wertvolle Erfahrungen im Drohnenkrieg und ziehen Rückschlüsse auf die Kriegsführung von morgen.Der deutsche Verteidigungsminister will sich dieses Wissen zu Nutze machen.
Die PCK-Raffinerie in Schwedt, sie ist wichtig für die Energieversorgung im Nordosten Deutschlands.Weite Teile Brandenburgs und Berlins erhalten von dort Heizöl und Kraftstoffe.Seit Monatsbeginn aber lässt Russland durch eine Pipeline kein Rohöl aus Kasachstan mehr nach Schwedt durch.Heute hat Bundeswirtschaftsministerin Reiche die Raffinerie besucht.
Katharina Reiche schaut heute ganz genau hin.Im brandenburgischen Schwedt besucht die Wirtschaftsministerin eine der größten Raffinerien des Landes.Elf einhalb Millionen Tonnen Rohöl können hier jedes Jahr verarbeitet werden, unter anderem zu Kerosin.Berichte über einen möglichen Versorgungsmangel weist die Ministerin vor Ort deutlich zurück.
Mir erscheint manche öffentliche Diskussion doch weit überzogen.
Mehrfach macht Reiche deutlich, einen Engpass an Flugbenzin durch den Irankrieg sehe sie derzeit nicht.Allerdings könnten Flüge bald deutlich teurer werden.
Ja, der Markt zeigt zurzeit durch hohe Preise ein Verhalten, was für den individuellen Urlaubsreisenden eine Belastung werden kann.
Für die Flugbranche ist das ein großes Problem.Vor allem in den Sommermonaten könnten die Airlines nun touristische Ziele aus ihren Flugplänen streichen. streichen.
Genug Kerosin werden wir haben, aber die Preise steigen für ein knappes Gut und das führt dazu, dass die Airlines ihre Flugpläne genau sich angucken und sich überlegen, welche Strecken sind jetzt rentabel.
Während die Tanklager in Deutschland offenbar gut gefüllt sind, sieht die Lage im Ausland teilweise deutlich schlechter aus.Erst vor wenigen Wochen ging an mehreren Flughäfen in Norditalien das Kerosin aus und auch in Teilen Südostasiens ist die Situation angespannt.
Selbst wenn wir in Deutschland noch Kerosin haben, hilft das ja wenig, wenn jetzt so ein Transkontinentalflug nach Malaysia geht und sie dann vielleicht dort kein Kerosin mehr haben, dann kommen sie nicht mehr zurück.
Die Wirtschaftsministerin will die Situation weiterhin genau beobachten und dazu mit den Ölkonzernen in einem engen Austausch bleiben.
Morgen treffen sich Union und SPD zum Koalitionsausschuss, um über mögliche Entlastungen für die Bürgerinnen und Bürger zu sprechen.Matthias Deist in Berlin hat die Schwarz-Rote Koalition denn neue Ideen, wie sie die gestiegenen Energiekosten abfedern will.
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— Ruben, Netherlands
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Get started freeAlso zunächst einmal die Entlastungsprämie, die am Freitag ja im Bundesrat scheiterte, die ist definitiv tot.Das hat Marco Söder am Sonntag endgültig klargemacht und das hat man auf der SPD-Seite auch genauso verstanden und jetzt auch akzeptiert.Es geht also um Alternativen.Alle sind sich aber einig, einen zweiten unausgegorenen Schnellschuss, also eine Entlastungsprämie 2.0, kann man sich jetzt nicht mehr leisten.Ob morgen deshalb schon etwas Konkretes in Sachen Entlastung gelingt, das ist offen.Aber auch darüber hinaus ist die Tagesordnung pickelpackevoll.
Man will über den Haushalt und die nötigen Einsparungen reden, in die Debatte um eine gemeinsame Steuerreform einsteigen und sich von der Wirtschaftsministerin in Sachen Energie. in Sachen Energie.und Kerosinversorgung unterrichten lassen.
Ist denn morgen ein Durchbruch bei strittigen Themen zu erwarten?
Also da dämpfen alle Seiten gerade die Erwartungen.Es gehe nach den Kontroversen beim letzten Ausschuss in der Villa Bor sich viel mehr darum, wieder Vertrauen wachsen zu lassen und ein geregeltes Verfahren für den weiteren Reformplan aufzusetzen.Kanzler Merz, so ist zu hören, möchte die einzelnen Reformpakete wie etwa Rente, Haushaltskürzung, Steuern oder Arbeitsmarkt nacheinander abarbeiten.Vizekanzler Klingbeil dagegen favorisiert eher einen großen Koalitionsgipfel, um beiden Seiten Kompromisse innerhalb eines Paketdeals zu erleichtern und am Ende vielleicht doch noch einen größeren gemeinsamen Wurf zu schaffen.
Vielen Dank, Matthias Deiss in Berlin.In diesem farbenfrohen Konferenzsaal in Brüssel wurde es vielen EU-Außenministern zuletzt oft sprichwörtlich zu bunt.Auf dann, wenn Ungarn eine Entscheidung blockierte.Unter Ministerpräsident Orbán war das Programm.Doch die neu gewählte Regierung in Budapest zeigt sich kooperativer.So konnten die EU-Außenminister heute neue Sanktionen vereinbaren gegen gewalttätige israelische Siedler im Westjordanland.
Ein Schritt, der bislang am Veto aus Ungarn gescheitert war.
Die erste Ratssitzung nach den Wahlen in Ungarn.Die Außenbeauftragte sagt, jetzt könne man endlich Teile der gemeinsamen Israelpolitik neu angehen.Wir haben ein politisches Übereinkommen getroffen, jetzt israelische extremistische Siedler und Organisationen zu sanktionieren.Es wird auch neue Sanktionen gegen die Hamas geben.Wir sind aus der politischen Blockade durch Ungarn raus.Seit Jahren greifen gewalttätige Siedler systematisch palästinensische Bauern und Kooperativen wie hier in Al-Jounaidi an.
Nun AlJounaidi an. Nundie EU vier Siedlerorganisationen und drei Siedler persönlich sanktioniert.Auch Deutschland trägt den Beschluss mit.
Wir sind auch der Überzeugung als Bundesregierung, dass nur das der Stabilität auch letztlich für die Region langfristig dienlich ist.Deswegen können wir selbstverständlich erstmal nicht gutheißen alles, was zur Instabilität beiträgt.
Viele Mitgliedsländer wie Irland wollten sogar das EU-Israels-Abkommen in Frage stellen.Diese Entscheidung ist aber erst einmal aufgeschoben.Zum ersten Mal glaube ich, würden jetzt viele Mitgliedstaaten sogar noch weitergehen.Wir müssen auf diese wachsende Gewalt im Westjordanland reagieren.Die israelische Regierung protestiert heftig gegen den heutigen Beschluss.Die EU setze israelische Staatsbürger mit Terroristen gleich, heißt es heute aus Jerusalem.
Jasmin Fahimi bleibt Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes.Auf dem Bundeskongress in Berlin stimmten 96 Prozent der Delegierten für eine weitere Amtszeit der 58-Jährigen.Fahimi hat den Posten seit 2022 inne.Auch die weitere Führungsspitze wurde wiedergewählt.Die frühere SPD-Generalsekretärin verteidigte auf dem Kongress das im Grundgesetz verankerte Sozialstaatsprinzip.Sie kündigte entschiedenen Widerstand gegen den Abbau von Arbeitnehmerrechten an.
In Deutschland lebt etwa jeder Neunte in einer zu kleinen Wohnung.Entsprechende Zahlen des Statistischen Bundesamtes wurden heute veröffentlicht.Insgesamt 11,7 Prozent müssen mit beengtem Wohnraum zurechtkommen.Das sind fast zehn Millionen Menschen.Bei Erwachsenen Ausländern ist der Anteil mit 30,8 Prozent besonders hoch.Von den Haushalten mit Kindern sind 17,6 Prozent betroffen.
Wohnraum gilt Kindern sind 176 Prozent betroffen. Wohnraum giltzum Beispiel dann als überbelegt, wenn das Wohnzimmer und auch das Schlafzimmer ist oder wenn Bruder und Schwester im Teenageralter sich ein Zimmer teilen müssen.Neun Tage ist es her, dass auf dem Kreuzfahrtschiff Hondius zum ersten Mal das Hanter-Virus nachgewiesen wurde.Jetzt sind fast alle Menschen von Bord und zurück in ihren Heimatländern.Eine Frau aus Frankreich wurde inzwischen positiv getestet.Bei einem US-Amerikaner ist das Testergebnis nicht eindeutig.
Die vier deutschen Passagiere zeigen keine Symptome.Das haben Untersuchungen in Frankfurt am Main ergeben.
Kurz nach Mitternacht kommen die vier Personen an der Uniklinik in Frankfurt am Main an.Dort werden sie auf eine gesonderte Isolierstation gebracht, untersucht und beobachtet.Am Nachmittag tritt der Leiter der Station vor die Kameras.
Wir haben sie jetzt dann tatsächlich hier in Frankfurt grob bis zu den Mittagsstunden versorgt.Das ist jetzt auch so ein bisschen ein gestaffelter Ablauf und die sind jetzt irgendwie tatsächlich auf dem Weg in ihre in ihre Heimat Bundesländer.Es ist jetzt weder in Holland noch bei uns zwingend notwendig gewesen, sämtliche Laborergebnisse abzuwarten.Die Patienten waren halt im Endeffekt auch alle asymptomatisch.
Bei vielen Menschen dürften beim Anblick dieser Bilder aus Teneriffa Erinnerungen an die Corona-Pandemie hochkommen.Doch laut Experten ist die Ansteckungsgefahr bei diesem Hanter-Virus deutlich geringer.
Wir reden hier über ein extrem seltenes Ereignis mit mit der Andes-Variante.Das kommt in der Regel in dieser Form nicht vor.Also wir müssen jetzt in der Allgemeinbevölkerung überhaupt keine Sorgen machen.Also weder auf Teneriffa noch hier in Frankfurt oder sonstwohin, wo die Patienten verlegt werden, dass da irgendeine Gefahr besteht, dass sich diese Infektion weiter ausbreiten.Das ist eine sehr sehr gut kontrollierbare Infektion. eine sehr sehr gut kontrollierbare Infektion.
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Get started freeLaut Bundesgesundheitsministerium ist davon auszugehen, dass die vier Deutschen an ihren Wohnorten unter häusliche Quarantäne gestellt werden, bis eine Infektion endgültig ausgeschlossen werden kann.
Erstmals trägt ein grünen Politiker die goldene Amtskette der Stadt München.Dominik Krause hat heute offiziell die Amtsgeschäfte als Oberbürgermeister von seinem SPD-Vorgänger Dieter Reiter übernommen.In seiner Antrittsrede betonte Krause die großen Herausforderungen der nächsten Jahre für die bayerische Landeshauptstadt.Allen voran der Wohnungsbau, bezahlbare Mieten sowie die Konsolidierung des Haushalts.Hier im Aztekenstadion in Mexiko-Stadt geht's los.Die bisher größte Fußball-Weltmeisterschaft ausgerichtet von Mexiko, Kanada und den USA.
Heute in einem Monat ist Anpfiff für das Eröffnungsspiel.Aber wie sieht es aus mit der Vorfreude auf fünf Wochen Fußballsommer?
Noch laufen hier Bundesliga-Spiele.Die WM ist bei vielen in der Altstadt von Düsseldorf bislang kein Thema.Die Vorfreude eher verhalten.
Ich könnte mir vorstellen, wenn so alles andere gelaufen ist, ja, dann kommt vielleicht doch so ein bisschen die Stimmung.
Mit den Anschlusszeiten natürlich sehr schwierig, aber trotzdem hoffe ich, dass, dass ich für die Spiele frei bekomme und da gucken kann und mitfiebern kann.Viele der WM-Spiele starten zu deutscher Zeit spät abends oder sogar nachts.Das ist auch für Gastwirte eine Herausforderung.
In der Regel haben wir ja zwölf Uhr Schicht.Dann ist die Terrasse zu und alles, was sich so im Rahmen bewegt, werden wir sicherlich mitverfolgen, übertragen.Wenn die mitten in der Nacht stattfinden, ist leider nicht unser Konzept.
Vor Ort im Stadion die WM gucken, ist nur für wenige eine Option.Die Ticketpreise sind hoch, die Flüge teuer. sind hoch, die Flüge teuer.Hotels auch, vor allem in den USA.Das merkt auch Andreas Engels.Er bietet Sportreisen an.Auch die WM hat er im Programm, aber Nachfrage sei kaum vorhanden.
Ich glaube, es hängt viel mit den Preisen zusammen.Es hängt mit den Distanzen zusammen, geopolitische Lage, die politische Lage in den USA auch selber, verschärfte Einreiseregeln und alles, was es da gab.
Und es gibt Kritik.Bei Europa oder Weltmeisterschaften gehe es kaum noch um Sport, meinen Experten.Vielmehr seien sie ein riesiges kommerzielles Event.
Und nun die Wettervorhersage für morgen Dienstag, den 12. Mai.
Heute am ersten Tag der Eisheiligen und auch in den Tagen danach strömt sehr kühle Luft zu uns.In der Nacht regnet es im Süden noch, an den Alpen auch kräftiger und länger.Im Nordwesten neue Schauer.Die Schneefallgrenze sinkt auf etwa 800 bis 600 Meter.Am Tag verlagern sich die Schauer Richtung Osten und Südosten auf den Bergen Schneeschauer.Am Nachmittag örtlich Gewitter, sonst einzelne Schauer.
In der Nacht +8 bis -1 Grad.Am Tag 7 Grad in Oberfranken, 15 Grad am Oberrhein.Am Mittwoch zeitweise Regen oder Schauer, vereinzelt mit Gewittern.Im Süden ist es häufiger trocken.Am Donnerstag teilweise kräftige Schauer und einzelne Gewitter.Ähnliches Wetter am Freitag.
Am letzten Tag der Eisheiligen, wobei es auch Lichtblicke gibt.
Um 22:45 Uhr fragt Jessie Welmer in den Tagesthemen, ob die Ukraine an der Front gerade einen Vorteil durch Technik hat.Und einen Monat vor WM-Beginn schauen wir in die USA und wie die Fans dort zu den Spielen kommen sollen.Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Montagabend. schönen Montagabend.
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