Wo ist Timmy? Das Rätsel um den Ostsee-Buckelwal | NDR Info
Seit dem 2. Mai weiß niemand genau, wo der Buckelwal ist.Die Schiffsmannschaft hat ihn plötzlich aus der Barchov Offener See bei Skagen gelassen.Wie genau ist unklar.Unklar ist auch, ob der zwölf Tonnen schwere Wal überhaupt noch lebt.Die Privatinitiative hat am Nachmittag erklärt, dass sie noch immer nicht wüsste, warum die Mannschaft den Wal spontan und ohne Absprache freigelassen hat.Geldgeberin Karin Walter Mommerd ist überzeugt, der Wal lebt und der Tracker sendet Daten.
Zum ersten Tag können wir zum Beispiel berichten, dass er 23 Tauchgänge hatte bis 20 Meter Tiefe, 100 Meter Tiefe und sogar bis 150 Meter Tiefe, was sehr positiv stimmt.Im Moment können wir ihn noch nicht orten.Es scheint so zu sein, ich habe es auch von anderer Seite gehört, dass diese Geocaching-Sache, dass wir ihn also wirklich lokalisieren können, teilweise bis zu drei Wochen dauern kann bei solchen Geodatenübermittlern.
In Stralsund sind sie skeptisch.Den Wissenschaftlern fehlen Fakten.Immer wieder hatten sie von einem Transport abgeraten.Sie befürchten, der Wal könnte verendet sein.
Es geht darum, dass Informationen, die angeblich vorhanden ist, ja einfach offengelegt werden könnte, um genau diesen Spekulationen entgegenzutreten.Und wenn es weitere Informationen gibt, dann werden wir es natürlich auch neutral anschauen, bewerten und würden uns sehr freuen, wenn es Lebenszeichen von dem Buckelwal geben würde.
Gegen die Mutmassungen, der Wal sei tot, wehrt sich die Privatinitiative.Doch warum halten sie die Daten und das Fabrikat des Trackers geheim?
Sie werden verstehen, dass wir aus Sicherheitsgründen natürlich nicht bekanntgeben, welches Gerät wir benutzen.Es besteht immer die Gefahr, dass sich Leute, die sich damit sehr gut auskennen, einhacken und genau das, was wir eben nicht wollen, dass der Wal vielleicht gehetzt wird, fotografiert wird.Es dient also wirklich ausschließlich der Sicherheit des Wales.
Auch der Landesumweltminister verlangt von der Initiative Aufklärung.Es fehlen das tierärztliche Gutachten, das Video von der Freilassung und aktuelle Daten.
Ich kenne den Tracker nicht.Ich weiß nicht, ob obwelches Fabrikat.Aber Sie wissen, dass er 150 Meter tief getaucht ist.In einer Tiefe von 150 Metern lassen worden und da ist er runtergetaucht.Da gibt es ganz klare Hinweise auch von seinem Schwimmenverhalten und wir gehen davon aus, dass er da irgendwie auch Fisch zu sich genommen hat.
Und er hat sich auch mehrfach noch gezeigt und hat damit auch irgendwie das mit dem Tracker auch Lebenszeichen gesendet.Was man aktuell nicht 100 Prozent sagen kann, ist wo, wo er sich genau aufhält.Und irgendwie finde ich das auch in Ordnung von der Initiative, dass man dann sagt, wir wollen hier keinen Terrorismus und was wir eh nicht alles haben.
Auf Anfrage räumt der Minister heute außerdem ein, dass die eingesetzte Barge für Fahrten in der offenen See nicht geeignet war.Ein unkalkulierbares Risiko.Ausgerechnet auf einer der am dichtesten befahrenen Schiffsrouten wurde der Wal in die Freiheit entlassen.Bis heute hat niemand das Tier wiedergesehen und solange die Retter die Daten unter Verschluss halten, bleibt sein Schicksal ungewiss.
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